Seit dem Sommersemester 2005 bieten
die Interstaatliche Hochschule für Technik Buchs
(NTB) in der Schweiz und die Hochschule Ravensburg-Weingarten
erstmals einen gemeinsamen Masterstudiengang Optische Systemtechnik
an. Wer einen Studienabschluss als Ingenieur
oder Physiker hat, kann darauf aufbauend in Vollzeit
in drei Semestern oder berufsbegleitend in fünf Semestern
den international anerkannten Titel Master of Science (M.Sc.)
erwerben.

Der Masterstudiengang
"Optische Systemtechnik"
Warum Optische Systemtechnik studieren?
In den letzten Jahren haben optische Technologien in vielen Bereichen
des täglichen Lebens Einzug gehalten. Sei es die Digitalkamera,
das Foto-Handy, der DVD-Player oder gar das Solarium – ohne
Leuchten und Linsen geht dort nichts mehr. Aber auch in der Industrie
finden insbesondere die Mikrooptik und die Lasertechnologie immer
mehr Anwendungsbereiche. Mit dem Studiengang Optische Systemtechnik
reagieren die beiden Hochschulen auf die verstärkte Nachfrage
nach Ingenieuren mit speziellen Kenntnissen in diesen noch relativ
neuen Bereichen.
Internationaler Studienabschluss
Die im angelsächsischen Raum verbreiteten Studienabschlüsse
Bachelor und Master werden jetzt auch europaweit eingeführt.
Dies haben die europäischen Kultusminister bereits 1999 in
Bologna beschlossen. Sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz
wird das Diplom bis spätestens 2010 durch die neuen Abschlüsse
ersetzt.
Die Vorteile: Die Abschlüsse werden international anerkannt,
die Ansprüche an das Studium werden international einheitlicher,
die Mobilität der Studierenden wird größer und
das Studium wird in der Regel kürzer.
Der Abschluss Master of Science, der von der Hochschule Ravensburg-Weingarten
auch für die Schweizer Studierenden vergeben wird, ist international
anerkannt. Er berechtigt in Deutschland zur Promotion und zur
Einstellung in den höheren Dienst.
Was sind die Studieninhalte?
Der Masterstudiengang ist in verschiedene Module gegliedert.
Verpflichtend für alle sind die Module
Optik Design I und II, Mikro- und Integrierte Optik / Optische
Informationstechnik sowie Laborpraktika. Zwischen den beiden Modulen
Laser oder Optikkonstruktion und Lichttechnik kann gewählt
werden. Dazu kommen technische Wahlfächer wie etwa Nanotechnik
und nichttechnische Fächer. Das Studium wird mit einer Master-Thesis
abgeschlossen, für die ein Semester angesetzt ist.
Studium und Beruf
Der Masterstudiengang Optische Systemtechnik wird am NTB als
berufsbegleitendes Studium angeboten. Unterrichtstage sind Donnerstag
und Freitag (ganztags). Im 1. und 2. Semester finden die Veranstaltungen
an der Hochschule Ravensburg-Weingarten in Weingarten statt, im
3. und 4. Semester am NTB in Buchs SG. Ein Semester hat 14 Unterrichtswochen.
Die Masterthesis, die im fünften Semester geplant ist, besteht
vorwiegend aus Industriearbeit, die idealerweise beim und für
den Arbeitgeber durchgeführt werden kann. Die Studiengebühren
(nur für das berufsbegleitende Studium) betragen 3.400 Schweizer
Franken pro Semester (inkl. Masterthesis), das heißt insgesamt
CHF 17.000 oder rund 11.000 Euro.
Wie sind die Berufsaussichten?
Die Liste der Firmen rund um den Bodensee, die sich mit optischen
Technologien befassen, ist lang:
Zeiss, Trumpf, BGT Bodenseewerk, EADS Astrium, Zumtobel, High
Q Laser, Hilti, Unaxis Optics, Fisba Optik, Leica Microsystems
und Leica Geosystems, Vectronix, Swissoptic, Leister Microsystems,
Heptagon, Kugler und OCE.
Viele dieser Firmen haben im Industriebeirat bei der Gründung
des Studiengangs Pate gestanden. Ingenieure mit Spezialkenntnissen
im Bereich der optischen Technologien werden derzeit stark gesucht.
Die Berufschancen der künftigen Absolventen schätzt
Studiendekan Professor Dr. Michael Pfeffer positiv ein.
„Wer nach dem Studium einen Arbeitsplatz im Bereich
der Optischen Systemtechnik sucht, der kann sich derzeit seinen
Job aussuchen.“

Der Industriebeirat
hat den Startschuss für den Masterstudiengang Optische Systemtechnik
gegeben. Prominente Mitglieder sind von links:
Prof. Dr. Axel Donges, Paul Seiler, Dr. Hans Tholl, Prof. Dr.
Michael Pfeffer, Prof. Horst Hodel, Prof. Dr. Hans Tiziani, Dr.
Wolfgang Vollrath, Gerhard Bück, Prof. Dr. Jakob Jütz, Marlene
Gebert, Dr. Günther Sejkora, Dr. Daniel Kopf, Dr. Rainer Treichel,
Prof. Dr. Eilert Hamer.
| Eine Kooperation im Rahmen der Internationalen
Bodenseehochschule (IBH),
gefördert von INTERREG IIIA und der Internationalen Bodenseekonferenz. |
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