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AWW
Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Bodensee-Oberschwaben

Mittwochseminare

Wissen aus Wirtschaft und Wissenschaft - Informationen, Erkenntnisse und interdisziplinäre Eindrücke

Zeit:                    
Die Vorträge mit Diskussion finden jeweils von 18.00 bis ca. 19.30 Uhr statt.  
Ort: Hochschule Ravensburg-Weingarten, Doggenriedstraße, Hauptgebäude, Hörsaal H002.                                      
Referenten:Wissenschaftler der Hochschule Ravensburg-Weingarten, Gastredner und Referenten aus der Praxis.
Gebühr: Der Eintritt ist frei.
Zielgruppe:   
Berufstätige mit Hochschulabschluss, Gäste mit allgemeinem Bildungsinteresse, Mitarbeiter in Hochschule und Institutionen, (angehende) Studenten. 















Kommende Veranstaltungen

28. März 2012 Von der Quantenmechanik zu Quantencomputern


Quelle: Privat

Referent: Dr. Bernhard Rose, Konzept Informationssysteme GmbH

Zukünftige Quantencomputer werden mit Quantenzuständen von Objekten operieren. Für diese gelten Gesetzmäßigkeiten und Interpretationen, die mit klassischen Vorstellungen nicht mehr vereinbar sind. Da jedoch die quantenmechanische Beschreibung der Welt und ihre Interpretation die fundamentale ist, hat dies weitreichende Konsequenzen. Die Realität der Welt – d.h. die von unserer Beobachtung unabhängige Existenz von Objekteigenschaften – steht auf dem Spiel, genauso wie die Lokalität von Wechselwirkungen – d.h. die höchstens mit Lichtgeschwindigkeit übertragbaren Zustandsänderungen. Aber genau diese „unheimlichen“ – und bisher durchaus konträr gedeuteten – Wesenszüge der Quantenmechanik bestimmen das Funktionieren zukünftiger Quantencomputer.

In diesem Vortrag wird das Fremdartige der Quantenmechanik - mit Gewichtung für den Gebrauch in Quantencomputern - in allgemeinverständlicher Form dargestellt. Auf das prinzipielle Rechnen mit Quantencomputern, ihre Bedeutung und die dabei auftretenden Probleme wird eingegangen.
Die verschiedenen Interpretationen der Quantenmechanik sollen dabei aber nicht zu kurz kommen. Es ist ja nicht damit getan, rechnen und Ergebnisse richtig voraussagen zu können, sondern auch die Realität zu verstehen und zu deuten. Niels Bohr, einer der Begründer der Quantenmechanik, sagte einmal: „ Jeder, der über die Konsequenzen der Quantenmechanik nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden“.
Ich möchte mit diesem Vortrag zum Entsetzen, Staunen oder fassungslosen Kopfschütteln beitragen.



25. April 2012 Neubaustrecke Stuttgart-Ulm mit Stuttgart 21 nach Schlichtung, Stresstest und Volksabstimmung


Quelle: Privat

Referent: Prof. Dr.-Ing. Dr. Ing. E.h. Gerhard Heimerl, em. Ordinarius für Eisenbahn- und Verkehrswesen und Direktor des Verkehrswissenschaftlichen Instituts an der Universität Stuttgart

Die Überlegungen und Bemühungen, für die Landeshauptstadt Stuttgart eine zukunftsbeständige, direkte Einbindung in das europäische Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsnetz bei gleichzeitiger leistungsfähiger und umfassender Verknüpfung von Fern-, Regional- und Nahverkehr an einem zentralen Knoten sicherzustellen, kamen im Zusammenhang mit der Bundesverkehrswegeplanung in den 80er Jahren in Gang.

Professor Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Gerhard Heimerl, emeritierter Ordinarius für Eisenbahn- und Verkehrswesen und Direktor des Verkehrswissenschaftlichen Instituts an der Universität Stuttgart von 1973–2002, schlug 1988 als Alternative zum ursprünglich vorgesehenen Ausbau der bestehenden Strecke durch das Filstal eine direkte Neubaustrecke von Stuttgart nach Ulm vor, deren Trasse mit einem Tunnel vom Stuttgarter Hauptbahnhof zur Filderhochfläche (Anbindung des Flughafens) und von dort parallel zur Autobahn nach Ulm führen sollte. Daraus entwickelte sich schließlich das Großprojekt Stuttgart 21.

Dieses Projekt der Deutschen Bahn AG hat vor allem in den letzten Jahren viel politischen Wirbel verursacht, der 2010 zu einem Schlichtungsverfahren mit einem folgenden „Stresstest“ führte und schließlich 2011 mit einer Volksabstimmung entschieden wurde. Prof. Heimerl wird uns in seinem Vortrag die Planungsentwicklung der Eisenbahn-Neubaustrecke Stuttgart – Ulm und des Projekts Stuttgart 21 in seiner verkehrlichen, betrieblichen und technischen Konzeption vorstellen.


9. Mai 2012 Von der Nanotechnologie zur Nanomedizin - Visionen, Erfolge, Risiken


Quelle: Privat

Referent: Prof. Dr. J. H. Wendorff, Fachbereich Chemie, Philipps-Universität Marburg

Ein wesentliches Kennzeichen der Nanotechnologie ist die Entwicklung und Handhabung von winzigen Stoffsystemen typisch 1000 bis 10 000 mal kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares. Diese Stoffsysteme weisen wegen ihrer extrem geringen Abmessungen neuartige Eigenschaften und Funktionen auf; sie haben deshalb bereits in vielfältiger Weise
Einzug in technische Produkte gefunden. Offensichtlich haben sie aber auch ein hohes Potential für Einsätze in unterschiedlichen Bereichen der Medizin, wie z.B. in der regenerativen Medizin, der Therapie, der Diagnostik.
Ein Beispiel aus dem Bereich dieser Nanomedizin ist das Züchten von Geweben wie u.a. Knochen, Muskeln, Nerven mittels Stammzellen angesiedelt auf Vliesen aus biologisch funktionalisierten Nanofasern. Solche Zuchtgewebe dienen dem Zweck durch Krankheiten oder Unfälle zerstörte Gewebe zu ersetzen. Ein zweites Beispiel sind Nanoträger – Nanopartikel, Nanoröhrchen, Nanostäbchen - für Medikamente, die so konstruiert werden, dass sie im Körper gezielt vor Ort Medikamente in der benötigten Menge abgeben. Der Nanomedizin wird eine große Zukunft vorausgesagt. Im Vortrag werden Chancen und Risiken vorgestellt.


13. Juni 2012 Von Drachen und Elefanten: Zum Aufstieg der Schwellenländer vor dem Hintergrund der Finanz- und Eurokrise


Quelle: Privat

Referent: Prof. Dr. Siegfried Franke, Universität Stuttgart

China erlebte in den vergangenen Jahrzehnten einen atemberaubenden wirtschaftlichen Aufstieg. Der „Drache“ kommt heute nicht feuerspeiend und fauchend, sondern auf leisen Sohlen daher: Ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum, eine gesteuerte Währung und der Aufkauf von  landwirtschaftlichen Flächen und Schürfrechten in Afrika machen deutlich, dass der schwerfällige Brüsseler „EU-Elefant“ erheblich abspecken und beweglicher werden muss, wenn er seine Wettbewerbsfähigkeit im Zeitalter der Globalisierung nicht einbüßen will.
Beim Sinnbild des Drachen ist nicht nur an China zu denken, sondern auch an viele andere aufstrebende Staaten, und zwar an die sog. Tigerstaaten (Malaysia, Singapur, Indonesien, Thailand) und an die sog. BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China). Trotz mancher umweltbedingter Rückschläge (Erdbeben, Überschwemmungen) und mancher halbherzig betriebener innerer Reformen (Russland) stellen Sie eine erhebliche Herausforderung dar. Und was ist mit der EU? Sie wird wohl für den Rest des Jahrzehnts noch mit den Folgen der Staatsverschuldung beschäftigt sein.


4. Juli 2012 Wo steht Ihr Unternehmen im Lebenszyklus? Unternehmensanalyse mit System

Referenten: Norbert W. Schätzlein und Dr. Wolfgang Wiebecke, SIRIS® Systeme GmbH & Co. KG


Wie jedes Lebewesen und jede soziale Einheit hat auch ein Unternehmen einen Lebenszyklus. Für Unternehmer und deren Führungskräfte ist es hilfreich zu wissen, auf welcher Position im Lebenszyklus sich ihr Unternehmen befindet, ob sie z. B. ein junges oder ein alterndes Unternehmen führen. Denn mit dem Wissen um die aktuelle Position können sie ihr Unternehmen besser steuern, mögliche Kurskorrekturen vornehmen und zu einer gesunden Entwicklung im Unternehmen beitragen.
Die beiden Referenten definieren im Vortrag die verschiedenen Positionen im Lebenszyklus eines Unternehmens, zeigen an praktischen Beispielen auf, wie ein in der Praxis erprobtes Tool zur Unternehmensanalyse eingesetzt wird und welche Vorteile es bringt.

Eindrücke der letzten Seminare

Prof. Dr. Dr. Wolfgang Weidlich referierte im April 2010 über Transzendenz und Immanenz
Dr. Ursula Engelen-Kefer referierte im März 2010 über Soziale Gerechtigkeit

Terminvorschau 2012

18. Januar 2012

28. März 2012

25. April 2012

9. Mai 2012

13. Juni 2012

4. Juli 2012

10. Oktober 2012

24. Oktober 2012

7. November 2012

5. Dezember 2012