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Wirtschaftsinformatik und E-Business
Bachelor

E-Business

Vertiefungsrichtung E-Business

Das Internet ist für viele Unternehmen (Großkonzerne wie KMUs) zu einem erfolgskritischen Instrument geworden, um im globalen Wettbewerb zu bestehen, um geschäftliche Transaktionen innerhalb von und zwischen Unternehmen effizienter und effektiver abzuwickeln. Konsequenterweise müssen das Internet und die mit seiner Nutzung verbundenen technologischen, organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Aspekte (zusammengefasst unter dem Schlagwort „E-Business“) eine wichtige Rolle im Studiengang „Wirtschaftsinformatik & E-Business“ spielen. Die Tatsache, dass der Begriff „E-Business“ explizit im Namen des Studiengangs erwähnt wird, verdeutlicht diese Relevanz zusätzlich.

Durch einen Zyklus von insgesamt 5 aufeinander aufbauenden Vorlesungen werden den Studierenden fundierte Kenntnisse in diesem Kernbereich der Wirtschaftsinformatik vermittelt: (1) Einführung in E-Business (1. Semester), (2) Web-Grundtechniken (3. Semester), (3) Sicherheit, Recht & Bezahlverfahren (4.Semester), (4) Konzeption und Einführung von E-Business-Anwendungen (4. Semester) und (5) Realisierung von E-Business-Anwendungen (6.Semester). Die Vorlesungen (4) und (5) bilden zusammen den Wahlpflichtbereich „E-Business“ und können von Studierenden als Vertiefungsbereich belegt werden. Schließlich runden eine verpflichtende Projektarbeit im Themenbereich „E-Business“ sowie bei Wunsch die Bachelor-Arbeit die systematische, aber flexible Behandlung des Themas ab.

Zu Beginn des Studiums vermittelt die Vorlesung „Einführung in E-Business“ im ersten Semester wesentliche Grundlagen des Marktmediums „Internet“, der Internetökonomie und damit verbundener Konzepte. Der Begriff “E-Business” und eng damit verbundene Begriffe wie “E-Commerce” oder “E-Government” werden besprochen, typische Geschäftsmodelle im E-Business werden analysiert und klassifiziert. Darüber hinaus wird ausführlich diskutiert, warum für digitale Marktsysteme andere Gesetzmäßigkeiten gelten als für klassische Marktsysteme. Die Besprechung typischer E-Business-Teilbereiche (eMarketing, eProcurement, eCRM, etc.) rundet diese einführende Veranstaltung ab. Als Teil dieser Lehrveranstaltung sollen die Studierenden das erste Mal während ihres Studiums die Fähigkeit trainieren, Material für einen Vortrag aufzuarbeiten und diesen dann vorzutragen.

Von der technischen Seite her wird das Internet im 3.Semester in der Veranstaltung „Web-Grundtechniken“ behandelt. Hier geht es darum die wichtigsten Techniken zur Gestaltung des Mediums „Internet“ zu behandeln und zu diskutieren. Nachdem hier in den letzten Jahren zunehmend steigende Vorkenntnisse der Studierenden festzustellen sind, wurden die Inhalte der Veranstaltung in den letzten Semestern zunehmend angepasst und ausgebaut. Die Studierenden erlernen nicht mehr nur die grundlegenden Elemente statischer Webseiten sowie wichtige Grundsätze zur Erstellung von Web-Präsentationen, sondern zunehmend auch Techniken der dynamischen Web-Programmierung (z.B. mit PHP oder JavaScript). Im Rahmen einer praktischen Arbeit werden die behandelten Konzepte in eine konkrete Web-Präsentation umgesetzt. Für interessierte Studierende wird später im Hauptstudium eine Aufbauveranstaltung „Fortgeschrittene Web-Grundtechniken“ als Wahlfach angeboten.

Die Durchführung von geschäftlichen Transaktionen unter Nutzung von Internettechnologien muss darüber hinaus auch Rahmenbedingungen berücksichtigen, die zunächst meist nicht im Fokus der beteiligten Transaktionspartner liegen, die aber trotzdem maßgeblichen Anteil am Erfolg von E-Business-Initiativen haben. In der Vorlesung „Sicherheit, Recht & Bezahlverfahren“ werden die Studierenden aufbauend auf der Veranstaltung „Einführung in E-Business“ mit den für das E-Business erfolgskritischen Aspekten Sicherheit, Recht und Bezahlverfahren im Detail vertraut gemacht. Typische Angriffsarten im Internet sowie mögliche Gegen- bzw. Abwehrmaßnahmen werden diskutiert, die Notwendigkeit der Entwicklung einer Sicherheitsstrategie besprochen. Schließlich werden wichtige rechtliche Rahmenbedingungen des E-Business besprochen und wichtige Bezahlverfahren im E-Business analysiert. Auch in dieser Lehrveranstaltung sollen die Studierenden wiederum selbst einen Vortrag zu einem vorgegebenen Thema aus dem Kontext der Vorlesung vorbereiten und vortragen.

Neben der Vermittlung von Fach- und Sozialkompetenz ist es für Studierende der Wirtschaftsinformatik auch wichtig, methodische Kompetenzen zu erlernen. Ziel der Vorlesung „Konzeption und Einführung von E-Business-Anwendungen“ ist es, Studierenden einen praxisnahen Einblick in die methodischen Herausforderungen im Umgang mit E-Business Anwendungen im Unternehmen zu vermitteln. Adressiert werden insbesondere Herausforderungen aber auch Lösungsansätze im Zusammenhang mit der Konzeption und Einführung von E-Business Anwendungen. So wird nochmals ausführlich motiviert und diskutiert, warum die Unterstützung von Geschäftsprozessen die wichtigste Aufgabe von E-Business Anwendungen ist. Darüber hinaus werden anhand konkreter Fallstudien und vieler Praxisbeispiele methodische Aspekte bei der Einführung von E-Business Anwendungen diskutiert.

Moderne E-Business-Anwendungen (wie z.B. ERP-, CRM-, PDM-, SCM- oder SRM-Systeme) werden nicht mehr nur intern im Unternehmen, sondern mittlerweile v.a. auch unternehmensübergreifend eingesetzt (im sogenannten Extended Enterprise). Ziel der das Leitthema „E-Business“ abschließenden Vorlesung „Realisierung von E-Business-Anwendungen“ ist es, den Studierenden alle notwendigen Fachkenntnisse zu vermitteln, die sie benötigen, um später im Unternehmen unternehmensübergreifende E-Business-Anwendungen zu konzipieren und zu realisieren. Alle adressierten Themen in der Vorlesung orientieren sich an drei für das Extended Enterprise erfolgskritischen Leitthemen: der Kollaboration, der Geschäftsprozessunterstützung und dem elektronischen Datenaustausch. Schwerpunkte bilden die Geschäftsprozessmodellierung mit BPMN, der elektronische Datenaustausch mit ebXML, RosettaNet, EDIFACT, die Grundlagen von XML sowie modernde E-Business-Konzepte wie Business Rule Engines, Cloud Computing oder Prozessportale.

Das sagen Studierende
Chrsitian Hecht - Student der Wirtschaftsinformatik & E-Business, 6. Semester
Quelle: Hecht
Die Kombination aus aktuellen Themen in den Vorlesungen der höheren Semester, Exkursionen zu Fachmessen und Konferenzen sowie die Teilnahme an der Google Online Marketing Challenge 2010 war für mich ein hervorragender Einstiegspunkt in die Online-Marketing Branche.
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