
| IAF Institut für Angewandte Forschung |

Die Zukunftsfähigkeit der Pflegepädagogik in Baden- Württemberg - Ein strategischer Beitrag zur Sicherstellung pflegerischer Versorgung
Demografischer Wandel, medizinisch-technischer Fortschritt, Veränderungen des Krankheitsspektrums und gesellschaftlicher Wertewandel erzeugen einen qualitativen und quantitativen Pflegebedarf von bisher unerreichtem Ausmaß. Dieser Versorgungsbedarf ist nur durch eine zeitgemäße Ausbildung zu bewältigen, die die aktuellsten berufspädagogischen Entwicklungen konsequent adaptiert und in der Ausbildungspraxis implementiert. Für die innovative Weiterentwicklung der Pflegeausbildungen bedarf es einschlägiger berufspädagogischer Expertise - sowohl für den theoretischen und fachpraktischen Unterricht in der Schule, als auch für die Praxisbegleitung und -anleitung im Betrieb. Das berufspädagogische Personal wird in Baden-Württemberg in Pflegepädagogikstudiengängen an Fachhochschulen ausgebildet. Die Absolventen/-innen dieser Studiengänge sind verantwortlich für zukunftsfähige Ausbildungsstrukturen,- prozesse und -ergebnisse und stehen am Ausgangspunkt einer Wirkungskette, die auf eine qualitativ und quantitativ angemessene Pflegeversorgung abzielt.
Im Rahmen des Projekts kooperieren die beiden Hochschulen Esslingen und Ravensburg-Weingarten, die die Mehrzahl der Pflegepädagogen/-innen in und für Baden-Württemberg ausbilden. Diese Kooperation ermöglicht es, auf eine breite und umfassende Datenbasis zuzugreifen und zu deren Interpretation die einschlägige Expertise beider Standorte zu nutzen. Das Projekt hat zum Ziel, durch eine Verbleibstudie (Vollerhebung) zu klären, wie sich die Mehrzahl der in Baden-Württemberg bisher ausgebildeten Pflegepädagogen/-innen im Beschäftigungssystem positionieren, ggf. weiter qualifizieren und welche Entwicklungsoptionen und -desiderata für die Pflegepädagogik in Baden-Württemberg daraus abzuleiten sind. Auf der Basis der erhobenen Daten und ihrer Interpretation werden Strategien für die Zukunftsfähigkeit der Pflegepädagogik in Baden-Württemberg erarbeitet, validiert und mit der Fachöffentlichkeit diskutiert.
Projektdetails:
| Projekttyp: | Nationale Forschung |
| Projektleitung: | |
| Einrichtungen: | Bachelorstudiengang Pflegepädagogik |
| Mittelgeber: | Innovative Projekte Land Baden-Württemberg |
| Mitarbeit: | Rapp, Ramona Pflegepäd, B.A. |
| Projektlaufzeit: | 01.09.2011- 30.08.2013 |
| Bewilligte Mittel: | 21400.-- € (Innovative Projekte Land Baden-Württemberg) |
| Mittel gesamt: | 21400.-- € |
| Projektstatus: | aktiv / läuft |
Wirkungen der Trauerbegleitung
Ausgangslage
Mit dem Sterben und dem Tod von nahen Angehörigen oder Freunden treten oft schon während des Sterbeprozesses und nach dem Tod bei den Hinterbliebenen zahlreiche seelisch-emotionale, körperliche, kognitive und auch spirituelle Reaktionen und Verarbeitungsprozesse auf. Für viele Hinterbliebene sind Trauer und Trauern mit der Gefahr eines sehr hohen und nicht nachlassenden Leidensdruckes verbunden, der sowohl in Krankheit als auch in soziale Desintegration einmünden kann. Die Trauerbegleitung hat sich in den letzten Jahren konzeptionell gut etabliert, d. h.: der Bedarf, die Sinnhaftigkeit und die positiven Wirkungen werden als gegeben angesehen und auch erlebt. Allerdings ist Wissen drüber, worin denn die speziellen Wirkungen von Trauerbegleitungen liegen und welche inhaltliche Reichweite diese aufweisen zwar vorhanden, dieses Wissen verbleibt aber nahezu gänzlich ohne empirisch relevante und zufriedenstellende Nachweise und Ergebnisse.
Fragestellungen und Ziele des Pro-jektes
Das Projekt befasst sich mit drei zentralen Bereichen:
1. Analyse der Konzepte zur Qualifizierung von TrauerbegleiterInnen. Hierzu werden zum einen vergleichend Konzepte und Curricula der im Bundesverband Trauerbegleitung e.V. vertretenen Institute und andere Konzepte analysiert. Zum anderen werden Interviews mit zertifizierten und nicht speziell zertifizierten TrauerbegleiterInnen durchgeführt. Als Ergebnis wird eine idealtypische, systematisierte Gesamtübersicht über die expliziten und impliziten Theoriegehalte und die Wirkungsabsichten der Konzepte und Curricula für die Trauerbegleitung entwickelt.
2. Untersuchung der Frage: Welche Wirkungen beobachten bzw. erleben BegleiterInnen und begleitete Menschen im Zuge der Trauerbegleitung? Dabei wird die bisher in dieser Forschungsfrage meist gegebene konzeptionelle und instrumentelle Fokussierung auf die Depression und ihre Auswirkungen erweitert mit Blick auf mögliche Wirkfaktoren der Salutogenese bzw. dem Sense of Coherence, von Self-Care- und Resilienz-Ansätzen und der Alltagsorientierung.
3. Entwicklung von Essentials und Qualitätsstandards für die Qualifizierungskonzepte zur Trauerbegleitung, aber auch für die Qualifizierung und die Entlastung von Fachkräften in der stationären Pflege und Versorgung alter und/oder sterbender Menschen.
Erwartete Ergebnisse/Verwertung
Kurzfristig:
1. Mit der Aufbereitung der Projektergebnisse z. B. für Handreichungen soll eine unmit-telbare Verzahnung von Forschungs- und Anwendungsstrategien stattfinden. Die in solchen Handreichungen dargestellten Essentials können für systematisierte, inhaltlich präzise und von den Wirkungsabsichten her genauere Ausbildungs- und Qualifizierungskonzepte umgesetzt werden.
2. Von den Wirkungen der Trauerbegleitung abgeleitete, konzeptionelle Entwicklung von präventiven und gesundheitsfördernden Maßnahmen und Strategien für MitarbeiterInnen (vor allem in der stationären Pflege) im Bereich des Umgangs mit den Belastungen durch Trauerprozesse nach dem Versterben von HeimbewohnerInnen.
Mittelfristig:
1. Entwicklung von exemplarischen Qualitätsstandards sowohl für die Qualifizierung als auch für die Praxis der Trauerbegleitung.
2. Überprüfung von Optionen, die Trauerbegleitung im Rahmen der leistungs-gesetzlich gegebenen und beschriebenen Aufgaben in die strukturelle Förderung der Hospizarbeit gemäß § 39a SGB V zu integrieren.
Langfristig:
Die Ergebnisse des Projekts sollen einen mit-telbaren Beitrag dafür leisten, dass von tief gehender und schwerer Trauer betroffene Menschen ihre Gesundheit möglichst lange erhalten können und nicht daran erkranken: und zwar als mögliche, jedoch vermeidbare Langzeitfolge nicht gut verarbeiteter Trauer und daraus resultierender nachlassender Selbstpflege.
Kooperationspartner
ALPHA Rheinland; Ansprechstelle im Land NRW für Palliativversorgung, Hospizarbeit und Angehörigenbegleitung; vertreten durch Frau Monika Müller (Stellenleitung)
Bundesverband Trauerbegleitung e.V.; vertreten durch Herrn Prof. Dr. Arnold Langenmayr (Projektbeauftragter)
DGP Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V.; vertreten durch Herrn Heiner Melching (Geschäftsführer)
DHPV Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V.; vertreten durch Frau Dr. Birgit Weihrauch (Vorsitzende des DHPV)
Altenhilfe der Stiftung Liebenau Deutschland, vertreten durch Herrn Gerhard Schiele (Geschäftsführer der Altenhilfe)
Universitätsklinikum Bonn; Klinik für Palliativmedizin; vertreten durch Herrn Prof. Dr. Lukas Radbruch (Direktor der Klinik)
Inhalt der Kooperation mit Projektpartnern
Alle Kooperationspartner werden sich je nach Phase des Projekts mit unterschiedlichen organisatorischen Fragen befassen, in Beraterfunktion zur Verfügung stehen, bei der Interpretation und Bewertung der Ergebnisse und beim Wissenstransfer sowie bei der konkreten Umsetzung der Essentials.
Projektleitung
Das Projekt wird an der Hochschule Ravensburg-Weingarten durchgeführt. Projektleiter ist Prof. Dr. Michael Wissert. Er befasst sich seit rund 30 Jahren als Sozialarbeiter und Soziologe mit dem Themenbereich der Begleitung, Unterstützung und Versorgung pflegebedürftiger und sterbender Menschen und ihrer Angehörigen.
Seit 13 Jahren lehrt er als Professor für Soziale Arbeit an der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege an der Hochschule Ravensburg-Weingarten.
Wissenschaftliche MitarbeiterInnen:
Lutz Nelles (Dipl. Psychologe)
David Pfister (Dipl. Psychologe)
Alexandra Vogt (Krankenpflegerin; Dipl SozArb/SozPäd)
Wissenschaftliche Arbeiten
Zwei Bachelorarbeiten sind bereits im Zusammenhang mit dem Projekt abgeschlossen. Vier weitere Bachelorarbeiten sind angemeldet.
Eine Promotion ist in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Weingarten in Vorbereitung.
(Stand Dezember 2011)
Projektdetails:
| Projekttyp: | Nationale Forschung |
| Projektleitung: | |
| Einrichtungen: | Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege |
| Mittelgeber: | Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF |
| Mitarbeit: | Dipl.-Sozialarb.(FH) Alexandra Vogt |
| Projektlaufzeit: | 01.08.2011- 28.02.2014 |
| Bewilligte Mittel: | 200996.-- € (Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF) |
| Mittel gesamt: | 200996.-- € |
| Projektbeschreibung: | |
| Projektstatus: | aktiv / läuft |
1. Ausgangslage, Problemstellung
Angesichts abnehmender familiärer Pflegekraft und der Tatsache, dass durch die Kapazitäten der im Bereich Alter und Pflege eingesetzten Freiwilligenzeit weitgehend ausgeschöpft scheinen, sind Überlegungen naheliegend, ob, ab wann und wie lange Pflege "in der unmittelbaren Wohnungsnachbarschaft" gefördert werden kann. Dass Pflege in der Nachbarschaft grundsätzlich möglich und realistisch ist, wurde im Kontext des generationenübergreifenden Wohnens bereits erkannt (vgl. unsere wissenschaftliche Bewertung des Projekts Lebensräume für Jung und Alt der Stiftung Liebenau im Jahre 2oo1). Sie braucht jedoch -wie alles systematisch und verlässlich angelegte Bürgerengagement - fachliche Unterstützung. Unsere Frage, wie in gewachsenen Wohnquartieren nachbarschaftliches Sozialkapital gefördert werden kann, brachte uns zur Zusammenarbeit mit einer Wohnbaugenossenschaft.
Der Bau- und Sparverein e.G. in Ravensburg betreut über 1.000 Wohneinheiten an drei Kleinquartieren. Die Bewohner der genossenschaftlichen Wohnungen leben zu 2/3 bereits mehr als 10 bis 20 und mehr Jahre in den Häusern. Zunehmend ist die ehemals sehr aktive Nachbarschaft durch Alterung der Bewohnerschaft, kleiner werdende Haushalte, eine größer werdende Zahl Alleinstehender, eine zunehmende Zahl von Aus-und Einzügen, eine überproportionale Zahl von Neubewohnern mit Migrationshintergrund brüchig geworden (vgl. unsere Untersuchung aus dem Jahr 2008). Für die zunehmende Zahl alleinstehender älterer Menschen, die meist schon sehr lange in ihren Wohnungen leben, ist die Genossenschaft mittlerweile mit einem Altenhilfeträger eine Kooperation eingegangen. Durch sie soll die ambulante Versorgung in den Wohnungen gesichert werden. Auch will der Altenhilfeträger in frei werdenden Wohnungen nach Sanierung Pflegewohngemeinschaften schaffen. Eine davon ist bereits realisiert.
Mit diesen beiden Partnern wurde ein Konzept erarbeitet und zur Förderung eingereicht Das Konzept sieht folgende drei Elemente vor.
Projektdetails:
| Projekttyp: | Nationale Forschung |
| Projektleitung: | |
| Einrichtungen: | Bachelorstudiengang Soziale Arbeit |
| Mittelgeber: | Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF |
| Mitarbeit: | |
| Projektlaufzeit: | 01.01.2009- 31.12.2012 |
| Bewilligte Mittel: | 44372.-- € (Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF) |
| Mittel gesamt: | 44372.-- € |
| Projektstatus: | aktiv / läuft |
Unser Beispiel bezieht sich auf die Kooperation eines Trägers der Jugendarbeit bzw. seiner örtlichen Mitarbeiter, der Agentur für Arbeit und einer Schule. Ziel ist die gemeinsame Schaffung einer erfolgreichen Begleitung der Jugendlichen bei der Entwicklung von Berufsreife und Ausbildungsfähigkeit.
Die Beispiele der anderen wissenschaftlichen Institute, die ebenfalls an dem Gesamtprojekt beteiligt sind, beziehen sich auf die Themen "Frühe Hilfen", "Professionsübergreifende Einzelfallarbeit an Schulen" und "Professionsübergreifende Jugendarbeit im Stadtteil". Das Projekt soll auf der Entwicklungseben Instrumente entwickeln, welche die Befähigung zur Kooperation und die Fähigkeit zur Selbstevaluation voranbringen. Auf der Forschungsseite wird geprüft, was im Blick auf gelingende Kooperation erfolgversprechende bzw. erfolgmindernde Voraussetzungen sind.
Projektdetails:
| Projekttyp: | Nationale Forschung |
| Projektleitung: | |
| Einrichtungen: | Hochschule Ravensburg-Weingarten |
| Mittelgeber: | Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) / Land BW |
| Mitarbeit: | |
| Projektlaufzeit: | 01.01.2009- 31.12.2012 |
| Bewilligte Mittel: | 20000.-- € (Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) / Land BW) |
| Mittel gesamt: | 20000.-- € |
| Projektstatus: | aktiv / läuft |
Einführung eines Freiwilligendienstes aller Generationen. Überprüfung möglicher Zielgruppen und Abläufe. Teil eines bundesweiten Projekts, das in allen Bundesländern und Stadtstaaten stattfindet.
Projektdetails:
| Projekttyp: | Nationale Forschung |
| Projektleitung: | |
| Einrichtungen: | Hochschule Ravensburg-Weingarten |
| Mittelgeber: | Bundesministerium für Kinder, Jugend und Familie über das Minister um für Arbeit und Soziales, Baden-Württemberg |
| Projektlaufzeit: | 01.01.2009- 31.12.2010 |
| Bewilligte Mittel: | 39000.-- € (Bundesministerium für Kinder, Jugend und Familie über das Minister um für Arbeit und Soziales, Baden-Württemberg) |
| Mittel gesamt: | 39000.-- € |
| Projektstatus: | aktiv / läuft |
| Übergeordnete Projekte: | Entwicklung einer bürgerorientierten Gesellschaft (Handlungsforschung) |
Erhebung von Daten zur Mobilität, Vernetzung und lokalen Gebundenheit Jugendlicher im ländlichenRaum:
Internetbefragung von 2.635 Jugendlichen, Auswertung, Berichterstattung in 2009.
Im Jahre 2010 folgen lokale Jugendanhörungen und Bürgermeistergespräche.
Projektdetails:
| Projekttyp: | Nationale Forschung |
| Projektleitung: | |
| Einrichtungen: | Hochschule Ravensburg-Weingarten |
| Mittelgeber: | Landkreis Tuttlingen / Land Baden-Württemberg |
| Projektlaufzeit: | 01.01.2008- 31.12.2010 |
| Bewilligte Mittel: | 4000.-- € (Landkreis Tuttlingen / Land Baden-Württemberg) |
| Mittel gesamt: | 4000.-- € |
| Projektstatus: | aktiv / läuft |
In Deutschland besteht ein Mangel an sozialepidemiologischen Kenntnissen zu Schlafstörungen, der auch die notwendige Stärkung präventiver und gesundheitsförderlicher Ansätze behindert.
Aktuelle Studien an Kindern und Jugendlichen zeigen einerseits die Bedeutung von Schlafstörungen im Kindes- und Jugendalter etwa für die spätere Entstehung psychischer Störungen in Deutschland auf, sie können aber andererseits zentrale Fragen zu Assoziationen zwischen Schlafstörungen und potenziell wesentlichen gesundheitlichen Determinanten aufgrund methodischer Restriktionen nicht befriedigend beantworten.
Die Operationalisierung von Schlafstörungen ist zwar mittlerweile befriedigend professionalisiert, die Mehrzahl der Studien sind jedoch hinsichtlich der Erhebung von Umgebungsvariablen, speziell auch protektiver Faktoren, limitiert, was Implikationen für präventive Maßnahmen erschwert.
Projektdetails:
| Projekttyp: | Nationale Forschung |
| Projektleitung: | |
| Einrichtungen: | Hochschule Ravensburg-Weingarten |
| Projektpartner: | Universitätsklinik der Charité Berlin |
| Projektlaufzeit: | 01.01.2008- 31.12.2012 |
| Projektstatus: | aktiv / läuft |
Das Landratsamt Ravensburg möchte über entsprechende konzeptionelle Neuorientierung im Bereich der stationären Hilfen und Wirtschaftlichkeitsfaktoren für die freien Träger der Jugendhilfe Anreize zur Weiterentwicklung der stationären Hilfen bieten. Hierbei sollen auch neue Angebotsformen nach § 19 des neuen Rahmenvertrages entwickelt, bei den freien Trägern implementiert und deren Akzeptanz und Erfolg evaluiert werden. Im Bereich der stationären Hilfen zur Erziehung sind trotz des sehr hohen Finanzvolumens wenige Längsschnittuntersuchungen bekannt, welche auch den Zeitraum nach Beendigung der Hilfe umfassen, bzgl. neuer Angebotsformen liegen keinerlei Erkenntnisse vor. Zur Entwicklung, Implementierung und Erhebung von Indikatoren für neue Angebotsformen und für die Weiterentwicklung/Umwandlung langfristiger stationärer Hilfen in familienähnliche Betreuungsformen findet eine Kooperation zwischen der Hochschule Ravensburg - Weingarten, Fakultät für Soziales, Gesundheit und Pflege und dem Landratsamt - Jugendamt-Ravensburg zur Evaluation der im örtlichen und sachlichen Zuständigkeitsbereich des Jugendamtes Ravensburg liegenden neuen Angebotsformen stationären Hilfen statt.
Letztere werden mit einer Kontrollgruppe der "klassischen" stationären Hilfen (ohne weitere Elternarbeitsmodule, Fallbudgets u.ä) verglichen, mit der Zielsetzung langfristige zielgruppenspezifische Effizienzindikatoren
zu entwickeln.
Das Projekt ist für den Zeitraum 2008-2014 geplant. Für den Zeitraum 2009 findet eine Förderung über
4.000,- statt.
Projektdetails:
| Projekttyp: | Nationale Forschung |
| Projektleitung: | |
| Einrichtungen: | Hochschule Ravensburg-Weingarten |
| Mittelgeber: | Landratsamt Ravensburg |
| Projektpartner: | Landratsamt Ravensburg - Jugendamt |
| Projektlaufzeit: | 01.01.2008- 31.12.2010 |
| Bewilligte Mittel: | 4000.-- € (Landratsamt Ravensburg) |
| Mittel gesamt: | 4000.-- € |
| Projektstatus: | abgeschlossen |
Psychische Störungen gehören zu den wesentlichen Ursachen für in Krankheit verbrachte Lebensjahre wie auch volkswirtschaftlichen Einbußen etwa durch Frühberentung und Arbeitsunfähigkeit. Ihre Häufigkeit und Krankheitslast zu verringern gehört daher zu den zentralen europäischen wie bundesweiten Zielsetzungen im Gesundheitsbereich. Speziell Häufigkeit und Belastung durch Depressionen haben in den letzten Jahren dramatisch zugenommen, ihre Vermeidung durch Primärprävention und Gesundheitsförderung hat daher höchste Priorität. Diesbezügliche Erfolge lassen sich nur durch umfassende Kenntnis der wesentlichen, zu einem großen Teil sozialen Determinanten für ihre Entstehung erzielen.
Die Stadt Stuttgart befragte im Rahmen der JUGS-Studie eine repräsentative Stichprobe von 546 Jugendlichen der 8.-9. Schulklasse (Durchschnittsalter 14,7 Jahre), daneben erfolgte eine Elternbefragung und eine körperliche Untersuchung. Es wurden eine Vielzahl von soziodemografischen und gesundheitsrelevanten Merkmalen erfragt. Im Rahmen einer Kooperation zwischen der Stadt Stuttgart, der Charité Berlin und der Hochschule erfolgten Analysen zu als Auslöser psychischer Störungen relevanter Schlafstörungen, daneben in Kooperation mit der Stadt Stuttgart Auswertungen zum Einfluss sozialer Determinanten etwa auf den Konsum psychotroper Substanzen,sowie die gesundheitliche Lebensqualität Jugendlicher. Institut für Angewandte Forschung
54 IAF Jahresbericht 2009 Die Auswertungen erfolgten z.T. im Rahmen preisgekrönter Abschlussarbeiten an der Hochschule, weitere Auswertungen sind aktuell im Gange. Bisher erfolgten kleinere, teils internationale Veröffentlichungen der Ergebnisse.
Projektdetails:
| Projekttyp: | Nationale Forschung |
| Projektleitung: | |
| Einrichtungen: | Hochschule Ravensburg-Weingarten |
| Projektpartner: | Universitätsklinik der Charité Berlin |
| Projektlaufzeit: | 01.01.2008- 31.12.2013 |
| Projektstatus: | aktiv / läuft |
In Deutschland werden über 20 Millionen Haustiere gehalten, was im europäischen Vergleich viel, bezogen auf die Bevölkerung jedoch eher unterdurchschnittlich ist. Eine Vielzahl internationaler Studien konnte zeigen, dass Haustierhaltung überwiegend positive Effekte auf die Gesundheit hat und deshalb vielfach
auch therapeutisch genutzt wird. Haustierhaltung hat somit eine potenzielle Public-Health-Relevanz, die speziell in Deutschland bisher recht wenig Beachtung findet.
In Kooperation mit dem Robert-Koch-Institut Berlin findet daher eine umfangreiche Sekundärdatenanalyse der 2003-2006 erhobenen KiGGS-Studie statt. KiGGS ist eine für Deutschland repräsentative Querschnittsstudie an über 17.000 Kinder und Jugendlichen von 0-17 Jahren. Die besonderen Möglichkeiten
der KiGGS-Studie ergeben sich einerseits durch den Umfang des Studienkollektivs, andererseits durch die Fülle der erhobenen Informationen, die es ermöglicht, sehr unterschiedliche, etwa soziale und biologische Variablen in Bezug zu setzen und Autokorrelationen vieler Variablen untereinander multivariat zu analysieren. Der Kooperationsvertrag zwischen o.g. Institutionen wurde 2008 geschlossen, die sozialepidemiologischen Analysen sind im Gange und sollen bis 2010 abgeschlossen werden.
Die Studie soll zum einen der besseren Einschätzung dieses Einflussfaktors in Deutschland dienen und gleichzeitig durch Analyse von Assoziationen mit anderen Determinanten einen Beitrag zur Erforschung von Ursache-Wirkungs-Beziehungen leisten. Ein besonderer Fokus wird dabei speziell auf die erhobenen potenziell protektiven Merkmale gerichtet, durch deren Analyse wertvolle Informationen für ressourcenorientierte Maßnahmen bzw. die Interaktion von Ressourcen gewonnen werden kann.
Projektdetails:
| Projekttyp: | Nationale Forschung |
| Projektleitung: | |
| Einrichtungen: | Hochschule Ravensburg-Weingarten |
| Projektlaufzeit: | 01.01.2008- 31.12.2010 |
| Projektstatus: | abgeschlossen |
Sozialarbeitswissenschaftliche und didaktische Grundlagen zu interkulturellen bzw. internationalen Koo-perationsprozessen zwischen verschiedenen Fachdisziplinen und Professionen
Projektdetails:
| Projekttyp: | Nationale Forschung |
| Projektleitung: | |
| Einrichtungen: | Bachelorstudiengang Soziale Arbeit |
| Projektlaufzeit: | 01.01.2003 |
| Publikationen: | , Human Rights orientated Sustainable Developmentmehr... , Integration - Akkulturation -Assimilation. Grundbegriffe des Migrationsgeschehensmehr... , Kultur und Migration in Ravensburgmehr... , Migration, Kultur/Religion: Transkulturelle Sozialarbeit / Ethikmehr... 2010, Workshop Menschenrechtsbildung in der Jugendhilfeeinrichtung 'Zick Zack'mehr... |
| Projektstatus: | aktiv / läuft |
| Untergeordnete Teilprojekte: | Herausgabe eines Lese- und Arbeitsbuches über Menschenrechte in Lehre und Praxis |
Zielsetzung der Teilprojekte
Einführung eines Freiwilligendienstes aller Generationen. Überprüfung möglicher Zielgruppen und Abläufe. Teil eines bundesweiten Projekts, das in allen Bundesländern und Stadtstaaten stattfindet.
Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements in den Landkreisen Baden-Württembergs. Prüfung der Möglichkeiten des Zusammenwirkens von Engagierten / Ehrenamtlichen / Freiwilligenarbeiter/innen und Freiwilligendienstlern, Freiwilligenarbeit und Menschen mit Migrationshintergrund.
Projektdetails:
| Projekttyp: | Nationale Forschung |
| Projektleitung: | |
| Einrichtungen: | Bachelorstudiengang Soziale Arbeit |
| Projektlaufzeit: | 01.01.1987- 31.12.2012 |
| Projektstatus: | aktiv / läuft |
| Untergeordnete Teilprojekte: | Implementation eines Freiwilligendienstes aller Generationen |
Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements in den Landkreisen
Baden-Württembergs. Prüfung der Möglichkeiten des Zusammenwirkens
von Engagierten / Ehrenamtlichen / FreiwilligenarbeiterInnen
und Freiwilligendienstlern, Freiwilligenarbeit und Menschen mit Migrationshintergrund.
Projektdetails:
| Projekttyp: | Nationale Forschung |
| Projektleitung: | |
| Einrichtungen: | Bachelorstudiengang Soziale Arbeit |
| Mittelgeber: | Bundesministerium für Kinder, Jugend und Familie über das Minister um für Arbeit und Soziales, Baden-Württemberg |
| Projektlaufzeit: | 01.01.1987- 31.12.2013 |
| Bewilligte Mittel: | 10000.-- € (Bundesministerium für Kinder, Jugend und Familie über das Minister um für Arbeit und Soziales, Baden-Württemberg) |
| Mittel gesamt: | 10000.-- € |
| Projektstatus: | aktiv / läuft |
| Übergeordnete Projekte: | Entwicklung einer bürgerorientierten Gesellschaft (Handlungsforschung) |