
| Produktentwicklung im Maschinenbau Master |

Viele Professoren der Fakultät Maschinenbau mit den Studiengängen "Maschinenbau", "Fahrzeugtechnik", "Fahrzeugtechnik PLUS" und "Produktentwicklung im Maschinenbau" sind in Forschung und Technologietransfer engagiert.
Kooperationen mit regionalen und überregionalen Unternehmen unterstreichen den Praxisbezug der Forschungsarbeiten. Schwerpunkte bestehen insbesondere auf den Gebieten Produktentwicklung, Produktion, Leichtbau, Werkstoffe und Thermodynamik.
Im Rahmen eines umfangreichen Forschungsprojektes werden derzeit Konzepte für innovative Lenk- und Bremssysteme für autonome Fahrzeuge entwickelt. Dabei kooperiert die Hochschule mit Industrieunternehmen sowie mit der polnischen Universität in Zielona Gorá.
Die Produktentwicklung ist eng verbunden mit fertigungsgerechter Konstruktion und Bauform. Hierzu werden moderne Berechnungstools zur Simulation der Formbildungsprozesse eingesetzt und optimiert. Die Finite-Elemente-Analyse ist ein Weg, der hier zur Anwendung bei Fließsimulation im Kunststoff-Spritzguss oder dem Verformungsverhalten von Fahrzeug-Karosserieblechen verfolgt wird. Die Bestätigungen der Berechnungen im Laborversuch runden die Untersuchungen ab.
Gegenstand eines weiteren Forschungsprojekts sind Untersuchungen zu einem innovativen Heizsystem bestehend aus Wärmepumpe und Brennstoffzelle. Simuliert werden Lastprofile von Versorgungsobjekten in einem Brennstoffzellen-Versuchsstand. Ein Brennstoffzellen-Heizsystem an der Hochschule wird dabei zusätzlich mit einer Wärmepumpenanlage gekoppelt. Als Neuheit wird die Kopplung von zwei innovativen Heizsystemen bestehend aus Brennstoffzelle und Wärmepumpe in einem Versuchsstand untersucht.
Viele der Forschungsergebnisse werden in wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert oder auf internationalen Konferenzen vorgestellt.
Im Maschinenbau werden außerdem neue Werkzeugmaschinenkonzepte zur Hochgeschwindigkeitsbearbeitung entwickelt. Bisher wurde eine Hochgeschwindigkeitsfräsmaschine mit Parallelkinematik entwickelt und gebaut. Zur rechnergestützten NC-Programmerstellung für derartige Maschinen wird eine kommerzielle Software an die Maschine angepasst.
Die Forschung im Leichtbau gliedert sich in zwei Themenfelder. Am Beispiel anisotroper Faserverbund- Kunststoffstrukturen werden bionisch basierte Lösungen erarbeitet, die eine werkstoffgerechte Krafteinleitung unter den Aspekten Betriebsfestigkeit und Lebensdauer ermöglichen. Im Themenfeld kraftflussgerechte Konstruktion geht es insbesondere um den gestalterischen Leichtbau von Werkstoffverbundsystemen mit Aluminiumkomponenten
In der Werkstofftechnik werden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu unterschiedlichen Themen durch geführt. Zum Beispiel sollen wasserstoffinduzierte Sprödbrüche bei Stahl vermieden werden; die Einsatzmöglichkeit von galvanisch abgeschiedenem Aluminium in der Luftfahrt wird gestestet und das Spannungsriss- Korrosionsverhalten von neuen Al-Gusslegierungen untersucht

Im Projekt "Anwendung von fortgeschrittenen Regelungs- und Diagnoseverfahren bei Pumpensystemen" wird gemeinsam mit der Hochschule Rapperswil (Frau Prof. Dr. Koller-Hodac und der Firma Allweiler in Radolfzell, einem führenden Pumpenhersteller, untersucht, wie sich die Effizienz, Zuverlässigkeit und Vernetzbarkeit von Pumpensystemen durch innovative modellgestützte Verfahren der Regelung und Diagnose verbessern lässt.
Das Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Interreg IV-Programm "Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein" Interreg IV zusammen mit dem Schweizer Bund und dem Fürstentum Lichtenstein sowie der Internationalen Bodensee-Hochschule gefördert
Die Erzeugung von Energie bei gleichzeitiger Schonung der Umwelt ist eine zentrale Herausforderung für die Zukunft. In Mitteleuropa entfallen ca. 20 % des industriellen Stromverbrauchs auf den Betrieb von Pumpensystemen. Durch die Optimierung von Pumpensystemen können Schätzungen zufolge bis 50% des jährlichen Strombedarfs eingespart werden. Ziel des Projektes ist es, fortgeschrittene Verfahren zur Regelung und Diagnose für Pumpensysteme zu entwickeln und zu implementieren. Solche Pumpensysteme werden u. A. vielfach in der Energieerzeugung eingesetzt. Die kooperierende Firma Allweiler AG ist Partner von großen Kraftwerksplanern und -lieferanten, renommierten Anlagenbauern sowie Endanwendern im Bereich der Energieerzeugung. Die Produkte der Allweiler AG werden in Entlade- und Zubringerstationen, industriellen Brennersystemen, zur Brennstoff- und Wassereinspritzung in Gasturbinen, für Brennstoffzufuhr-, Einspritz-, Schmieröl-, Anhebe-, Dichtöl- und Kühlpumpen sowie zur Rauchgasentschwefelung eingesetzt. In diesen Bereichen ist eine Steigerung der Energieeffizienz und Zuverlässigkeit absolut erstrebenswert, die Hochschulen um den Bodensee können hierzu einen entscheidenden Beitrag leisten, der Modellcharakter aufweisen wird.
Für einen sinnvollen Einsatz von Regelungssystemen bei Pumpen werden die beiden Herausforderungen Energieeffizienz und Zuverlässigkeit simultan betrachtet werden, um eine weite Verbreitung dieser Regelungssysteme zu erreichen. Die im Projekt zu entwickelnden Verfahren basieren auf der fortgeschrittenen Regelung, Fehlerkennung und Diagnose von Prozessen und vergleichen auf der Basis geeigneter Modelle der Systems und seiner Bestandteil das Verhalten des Systems vorhersehen mit aktuellen Messwerten. Aus den Vergleichen ziehen die Verfahren Schlüsse über den Systemzustand und bewerten den Unsicherheitsgrad dieser Schlüsse. Dadurch lässt sich eine effizientere Regelung der Pumpen mit einer erhöhten Zuverlässigkeit verbinden.
Projektdetails:
| Projekttyp: | Nationale Forschung |
| Projektleitung: | |
| Einrichtungen: | Bachelorstudiengang Maschinenbau |
| Mittelgeber: | Projektförderung durch die Internationale Bodenseehochschule IBH |
| Projektpartner: | Hochschule Rapperswil |
| Mitarbeit: | |
| Projektlaufzeit: | 01.10.2009- 30.09.2012 |
| Bewilligte Mittel: | 207400.-- € (Projektförderung durch die Internationale Bodenseehochschule IBH) |
| Mittel gesamt: | 207400.-- € |
| Links: | Hochschule für Technik Rapperswil - Projektseite |
| Publikationen: | 2012, Industrial Application of Advanced Control and Diagnosismehr... 2011, Design for Diagnosis, 91 - 102 Seitenmehr... 2011, Design Guidelines for Diagnosis on the Example of Pump Systemsmehr... 2011, Diagnosis of Three Screw Spindle Pumps Based on Static and Dynamic Modellingmehr... 2011, Ganzheitliche Anwendung der Automatisierungstechnik für betriebswirtschaftlich nachvollziehbare Energieeffizienz, 78 - 81 Seiten, ISBN 1866-5004mehr... 2011, Konzept für die fortgeschrittene Regelung und Diagnose von Pumpensystemen, 317 -320 Seitenmehr... 2011, Praxisorientierte Modellierung von Pumpensystemen für Monitoring, Regelung und Diagnose, 309 - 322 Seitenmehr... 2011, Systematic Selection of Control, Monitoring and Diagnosis Functionalitiesmehr... 2010, Kleinmann S., Dabrowska A., Leonardo D., Stetter R., Koller-Hodac A.:, Advanced and Predictive Diagnosis on the Example of Pump Systems, 146 - 151 Seitenmehr... 2010, Kleinmann, S., Koscielny, J.M, Koller-Hodac, A., Paczynski, A., Stetter, R., Concept of an advanced monitoring, control and diagnosis system for positive displacement pumpsmehr... 2010, Kleinmann S., Dabrowska A., Koller-Hodac A., Leonardo D., Stetter R., Model of a combined pump and drive system for advanced control and diagnosis, S. 405 - 414 Seitenmehr... |
| Projektstatus: | aktiv / läuft |

Zu den wichtigen neueren Kostenmanagement-Systemen zählt ohne Zweifel Product-Lifecycle-Costing, ein zentraler Bestandteil des Product-Lifecycle-Managements. Vor allem in Zeiten eines verschärften Preiswettbewerbs in vielen Branchen, wie z.B. der Automobilzulieferindustrie, ist es notwendig, die Kosten und Erlöse sowie die Cashflows von Produkten über deren ganzen Lebenszyklus (von der Entwicklung über die tatsächliche Produktion bis hin zu Entsorgungs- und Gewährleistungsphase) mittels Simulationsrechnungen zu kalkulieren.
Hinzu kommt ein zweiter Aspekt: Umweltschonende Produkte und Verfahren haben oft erst dann eine Chance entwickelt und eingeführt zu werden, wenn sich auch mittels harter ökonomischer Fakten deren Vorteilhaftigkeit belegen lässt. Eine ausschließliche Betrachtung der Entwicklungs- und Marktphase greift dabei zu kurz. Gerade auch bei der Beurteilung ökologisch vorteilhafter Produkte und Verfahren muss der gesamte Lebenszyklus inklusive der Entsorgungsphase berücksichtigt und berechnet werden.
Aus diesem Grunde wurde im September 2009 zwischen der Hochschule Ravensburg-Weingarten und der FACTON GmbH ein Kooperationsvertrag geschlossen. Die Firma FACTON ist ein führender Anbieter von Product-Lifecycle-Costing Lösungen. Die von ihr entwickelte Software erlaubt Simulationsrechnungen für alternative Produkt- und Produktionskonzepte über sämtliche Lebensphasen. Die Software wurde bereits an der Hochschule installiert. Sie wurde im Rahmen von Workshops (Facton-Schulung am 5.-6.7.2010 an der Hochschule Ravensburg-Weingarten), Bachelor- und Projektarbeiten zur Schulung der Studierenden eingesetzt. Die Studierenden haben dabei Anwendungsbeispiele aus der Elektronikindustrie (Prof. Neff, Prof. Simon), der Automobilindustrie (Prof. Smets, Formula Student) und der Modebranche (Prof. Neff) mit der Software von Facton kalkuliert.
Außerdem unterstützt die Software von FACTON den Wissenstransfer zwischen der Hochschule und betrieblicher Praxis. Vertreter der Firma Facton stellten - unter Begleitung von Prof. Neff und Prof. Smets - die Controlling-Software im Rahmen der Frühjahrstagung des Arbeitskreises Bodensee-Oberschwaben des Internationalen Controlling Vereins (ICV) einem regionalen Unternehmerforum vor.
Projektdetails:
| Projekttyp: | Nationale Forschung |
| Projektleitung: | Prof. Dr. rer. pol. Cornelia Neff |
| Einrichtungen: | Bachelorstudiengang Betriebswirtschaft/Management |
| Mittelgeber: | Facton GmbH |
| Projektlaufzeit: | 01.09.2009 |
| Bewilligte Mittel: | keine Angabe!(Facton GmbH) |
| Projektstatus: | aktiv / läuft |

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes der Förderlinie IngenieurNachwuchs des BMBF sollen auf der Basis von umfangreichen Vorarbeiten Konzepte für innovative Lenk- und Bremssysteme für autonome Fahrzeuge in Service- und Logistikanwendungen entwickelt werden. Dabei kooperiert die Hochschule mit den beiden Industrieunternehmen Buck Engineering und Daum + Partner Maschinenbau sowie mit der polnischen Universität in Zielona Gorá.
Die Lenkung des autonomen Fahrzeugs erfolgt ohne gesonderten Lenkmechanismus nur über Drehzahl- und Drehmomentunterschiede der schwenkbaren Antriebsräder, dieses spezielle Lenksystem wurde bereits zum Patent angemeldet. Im Rahmen des Projekts wird dieses System weiterentwickelt und an Industriebedingungen angepasst. Im Moment wird ein marktreifer Prototyp realisiert, bei dem jedes einzelne Rad von einem Motor angetrieben und gleichzeitig gelenkt wird. Dadurch kann das Fahrzeug in kürzester Zeit praktisch jede Bewegung ausführen.
Projektdetails:
| Projekttyp: | Nationale Forschung |
| Projektleitung: | |
| Einrichtungen: | Bachelorstudiengang Fahrzeugtechnik |
| Mittelgeber: | Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF |
| Mitarbeit: | |
| Projektlaufzeit: | 01.06.2007- 31.12.2012 |
| Bewilligte Mittel: | 260000.-- € (Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF) |
| Mittel gesamt: | 260000.-- € |
| Publikationen: | 2012, Industrial Application of Advanced Control and Diagnosismehr... 2011, Bi-stabile Knöchelbremsemehr... 2011, Development of a Trajectory Kernel for Autonomous Vehiclesmehr... 2011, Innovative Lenk- und Bremssysteme für autonome Fahrzeugemehr... 2011, Lenkbare und robuste Transportsysteme in der Produktion, S. 36 Seitenmehr... 2011, Modelowanie Kinematyki Mobilnego Robota Transportowegomehr... 2011, Prinzipien für das Monitoring, die Planung, Regelung und Diagnose von fahrerlosen Transportsystemen, 137 - 140 Seitenmehr... 2010, Möhringer S., Stetter R., A Research Framework for Mechatronic Designmehr... 2010, Seybold L., Pieczynski A., Paczynski A., Stetter R., Concept of an advanced monitoring, planning, control and diagnosis system for autonomous vehicles, 107 - 112 Seitenmehr... 2010, Seybold L., Krokowicz J., Stetter R., Paczynski A.:, Control of independent mobile robots by means of advanced monitoring, diagnosis and predictionmehr... 2010, Stetter R., Ziemniak P., Paczynski A., Development, Realization and Control of a Mobile Robotmehr... 2010, Stetter R., Paczynski A., Innovatives Lenksystem für Fahrzeuge für die flexible Produktionmehr... 2010, Stetter R., Paczynski A., Intelligent Steering System for Electrical Power Trainsmehr... 2010, Stetter R., Paczynski A., Intelligent Steering System for Electrical Power Trainsmehr... 2010, Stania M., Posiadala B., Stetter R.:, Komputerowo wspomagane projektowanie systemow mechatronicznych na przykladzie autonomicznego robota transportowego, 86 - 92 Seitenmehr... 2010, Stania M., Stetter R., Metodologia projektowania zlozonych systemow mechatronicznych na przykladzie innowacyjnego pojazdu przemyslowego, 255 - 260 Seitenmehr... |
| Projektstatus: | aktiv / läuft |