
| Produktentwicklung im Maschinenbau Master |

Die experimentelle Untersuchung von Strömungsfeldern ist sehr wichtig, um das Verhalten realer Strömungsvorgänge experimentell erfassen und um Berechnungsverfahren mit gemessenen Werten validieren zu können. Hierzu werden pneumatisch messende Mehrlochsonden eingesetzt. Im Labor werden folgende Sonden eingesetzt:
Alle Sonden werden im Strömungstechniklabor und mit der Hochschulwerkstatt entwickelt und gefertigt. Die Abmessungen werden so klein wie möglich gehalten, um den Einfluss des Sondenkopfes auf die Strömung so klein wie möglich zu halten.
Die Vierlochsonde (rechtes Bild) kann dreidimensionale Strömungen messen.
Die Dreilochsonde (linkes Bild) ist eine Zylindersonde und kann zweidimensionale Strömungen messen. Der Durchmesser der Zylindersonde beträgt 2-3 mm, zusätzlich ist am Sondenkopf ein Thermoelement zur Temperaturmessung angebracht.
Beim Versuch Sondenkalibrierung wird die Dreilochsonde bzw. die Vierlochsonde im Sondenkalibrierkanal kalibriert. Aus der Druckverteilung am Sondenkopf kann die Strömungsgeschwindigkeit ermittelt werden.
Es werden folgende Messungen durchgeführt:
Im Labor ist ein Windkanal Göttinger Bauart mit einfacher, geschlossener Strömungsrückführung und offener Messstrecke aufgebaut
Der messtechnische Aufbau des Windkanals besteht aus einem Messtisch und einer mit Plexiglasscheiben verkleideten Messkammer, in dem das Tragflügelprofil aufgehängt ist. Die Aufhängung wird über senkrechte und waagrechte Stangen in der Messkammer realisiert. Durch diese Konstruktion werden in vertikaler und horizontaler Richtung voneinander unabhängige Bewegungen erzielt. Mittels Kraftsensoren in den senkrechten und waagrechten Stangen werden Kräfte in diesen beiden Richtungen aufgenommen. Mit Hilfe eines regelbaren Schrittmotors wird das Tragflügelprofil bei unterschiedlichen Anstellwinkeln positioniert. Die Zuströmung zum Tragflügel erfolgt in horizontaler Richtung, die Umströmung des Tragflügelprofils in der Messkammer ergibt sich weitgehend als zweidimensionale Strömung.
Im Tragflügelversuch werden folgende Parameter ermittelt:
| Durchmesser am Düsenaustritt | 1000 mm |
| Strömungsgeschwindigkeit am Düsenaustritt | max. 90 m/s |
| Volumenstrom am Düsenaustritt | max. 70 m³/s |
| Elektrische Leistung des Windkanalgebläses | 180 kW |
| Durchmesser des Windkanalgebläses | 1600 mm |
Raum: H059
Telefon: 0751/501-9554
Kontakt
Laborleiter:
Prof. Dr.-Ing Gerd Thieleke
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Arnold Praisnar, B.Sc.
Labormeister:
Thomas Frei