
| Wirtschaftsinformatik Master |

Die Auswirkungen der Globalisierung (z.B. Nutzung von Billiglohnniveaus durch verbesserte Informationstechnologie und Logistik) resultieren in einem verstärkten Wettbewerbsdruck, insbesondere für Unternehmen in Industriestaaten wie Deutschland.
Solche Unternehmen reagieren mit innovativen, qualitativ hochwertigen, individuellen Produkten und Dienstleistungen (z.B. Automobilbranche, Spezialmaschinen, Unternehmensberatung, etc), um ihre Kunden zu überzeugen.
Die Leistungserstellung solcher Produkte und Dienstleistungen wird meist weltweit verteilt. Daraus resultieren jedoch immer komplexer werdende Geschäftsprozesse (z.B Koordination von Supply Chains, vernetzte E-Business-Portale im CRM-Umfeld, etc), die es zu bewältigen gilt.
Durch den Einsatz geeigneter Informations- und Kommunikationssysteme können komplexe Geschäftsprozesse beherrschbar gemacht und gleichzeitig kosteneffizient umgesetzt werden.
Die dafür benötigten IT-Strategien, Unternehmens- und IT-Architekturen werden von hochausgebildeten Wirtschaftsinformatikern gestaltet und umgesetzt. Der Bedarf an Wirtschaftsinformatikern wird enorm anwachsen und kann heute bereits nicht gedeckt werden. Dies zeigt auch die folgende (allgemeine) Grafik zum Thema „Mangel IT-Fachkräften“ in Deutschland.
Nach Aussagen des Bitkom-Präsidenten August-Wilhekm Scheer ist der Fachkräftemangel ein strukturelles Problem. Neben dem Mangel im deutschen Bildungssystem sieht Scheer auch den steigenden Bedarf an Hochqualifizierten als Problemursache. Denn im IT-Bereich sind derzeit so viele Menschen tätig wie noch nie zuvor. "Mit der konjunkturellen Erholung kommt das Fachkräfteproblem mit voller Wucht zurück", sagte Scheer (Quelle: Bitkom, 19.10.2010).