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Fakultät Elektrotechnik und Informatik

Preise auf der „Maker Faire"



Im Vordergrund die von Joachim Feßler entworfene Steuerplatine, hinten zwei der Demo-Roboter mit recycleten Motoren etwa aus alten CD-ROM-Laufwerken.
Quelle: Christoph Oldenkotte

Bei der diesjährigen „Maker Faire“ in der Messe Friedrichshafen war die Fakultät Elektrotechnik und Informatik der Hochschule Ravensburg-Weingarten wieder vertreten. Es wurden mehrere Exponate aus verschiedenen Laboren und Disziplinen gezeigt. Erstmalig dabei waren auch Studierende des FabLabs mit ihrem neusten 3D-Drucker und einigen beeindruckenden Modellen.

Schließlich war es aber das kleinste Exponat im Gepäck der Weingartener, das in Friedrichshafen für Aufmerksamkeit gesorgt hat und sogar einen Preis auf der parallel stattfindenden Funkermesse HAM RADIO erhielt. Eine von Joachim Feßler entworfene Steuerplatine wurde vom Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) mit dem dritten Preis in der Kategorie „Eigenentwicklungen“ ausgezeichnet.

Neuentwicklung kombiniert mit dem Upcycling-Gedanken

Die prämierte Platine kann als Steuereinheit für kleine Roboter, sogenannte Linienfolger, verwendet werden. Das Besondere daran ist der extrem minimalistisch verwirklichte Entwurf auf nur 44 x 15 Millimeter mit lediglich sieben elektronischen Bauteilen. Somit belaufe sich der Preis für die komplette Schaltung auf unter 1,50 Euro, berichtet Joachim Feßler. „Das macht die Schaltung dann auch für Vereine und Schulen interessant, speziell wenn die benötigten mechanischen Teile, wie Motoren und Räder dem Upcycling entstammen – also recycelte Teile sind.“

Dieser Philosophie folgend baute Joachim Feßler mehrere kleine Demo-Roboter mit Motoren etwa aus alten CD-ROM-Laufwerken oder mit Rädern aus verschlissenen Kunststoffzahnrädern, die auf der Maker Faire viel Beachtung fanden.

Begeisterungspotential entdeckt

Und auch die Studierenden der Hochschule verwenden die Neuentwicklung. Die Platine kommt bei praktischen Übungen sowie als Grundlagenaufgabe bei der Schaltungssimulation zum Einsatz. „So können die Studierenden ihre Simulation am Computer sofort am realen Objekt überprüfen“, so Feßler. Das Begeisterungspotential dieses kleinen Bauteils wurde auf der Messe in Friedrichshafen offensichtlich erkannt.

Die Auszeichnung der HAM RADIO war jedoch nicht der einzige Preis, der nach Weingarten ging. Der Verein „Tool Box“ lobt auf der Maker Faire einen Preis aus, bei dem es traditionell darum geht, binnen 24 Stunden eine Maschine zu bauen. In diesem Jahr lautete die Aufgabe, innerhalb eines Tages eine Cocktail-Maschine herzustellen.

Zwei erste Preise für die Cocktail-Maschinen

„Die Maschine, die wir gebaut haben kann mit zehn Pumpen aus zehn Zutaten Cocktails mischen. Ein Greifarm holt die Eiswürfel dazu“, sagen Benjamin Staehle, akademischer Mitarbeiter an der Fakultät Elektrotechnik und die Informatik-Studenten Benjamin Kathan und Thomas Buck. Außerdem könne die mit Touchscreen und Benutzeraccounts versehene Maschine das Getränk schließlich auch selbst umrühren. Für dieses Werk gab es den ersten Preis in der Kategorie „Technisch aufwendig“.

Auch in der Wertung „Umsetzung und Funktionalität“ ging der erste Preis nach Weingarten. Die Cocktail-Maschine von Micha Schreiber, Informatik-Student aus Weingarten, und Stefan Rupflin mischt ihre Drinks zwar nur aus drei Zutaten. Dafür wurde in ihr eine Laserharve als Eingabegerät verbaut. Man sieht: Informatik Studenten beschäftigen sich auch mit ganz pragmatischen Gegenständen des alltäglichen Lebens.

Text: Joachim Feßler / Christoph Oldenkotte
veröffentlicht von: Öffentlichkeitsarbeit