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Mobilität von morgen

Studienprojekt in Kooperation mit Robert Bosch GmbH



Noch zu Fuß oder mit dem Bus unterwegs aber wie sieht die Mobilität von morgen aus? Studierende der Hochschule Ravensburg-Weingarten zeigen: das Smartphone wird dabei eine wichtige Rolle spielen.
Quelle: Franziska Mayer

Welche Entwicklung und Auswirkungen können wir bei den zukünftigen Mobilitätslösungen erwarten? Wie sieht die Akzeptanz in der Bevölkerung für die neuen Arten von Mobilität aus? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Studierende der Hochschule Ravensburg-Weingarten im Rahmen eines Studienprojekts, welches sie in Zusammenarbeit mit der Robert Bosch GmbH umgesetzt haben. Das Projekt ist Teil des sechsten Semesters im Bachelorstudiengang Betriebswirtschaft/Management.

„Wir sind nach dem Projekt viel offener den neuen Mobilitätsformen gegenüber, weil wir uns intensiv damit auseinandergesetzt haben. Uns waren die Vorteile der Digitalisierung vorher nicht so bewusst“, fasst Cono Policastro die Projektarbeit zusammen. „Unsere Meinung wurde durch die Ergebnisse unserer Forschungsarbeit bestätigt. Die jüngere Generation ist viel offener neuen Mobilitätsformen gegenüber als die ältere. Das liegt vielleicht auch daran, dass bei der Mobilität von morgen das Smartphone eine zentrale Rolle spielt“, ergänzt Tobias Eckmann.

Repräsentative Forschungsergebnisse

Aufgeteilt in zwei Gruppen beschäftigten sich die Studierende mit bereits etablierten aber auch neuen Formen der Mobilität. Während Angebote wie Carsharing, Mitfahrgelegenheit und Uber den Studierenden bekannt waren, mussten sie sich zum Beispiel über selbstfahrende Busse oder autonome Taxis stärker informieren. Kernaufgabe im Projekt stellte für beide Gruppen die Erarbeitung einer Literaturübersicht sowie die Durchführung einer Befragung dar.

Mit über 100 befragten Personen sind die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit repräsentativ: Auch wenn das traditionelle Auto zukünftig immer mehr an Bedeutung verlieren werde, so wird es nicht einfach durch neue Mobilitätsformen ersetzt. Die Bekanntheit für neue Mobilitätskonzepte, wie zum Beispiel autonom fahrende Fortbewegungsmittel, sei noch nicht da und folglich fehle es auch noch an Akzeptanz in der Bevölkerung. Anders ist da die Akzeptanz der beiden Projektgruppen. Besonders vom Konzept des autonomen Taxis ohne Fahrer sind die Studierenden überzeugt: „Studien zeigen, dass es dadurch weniger Staus und Unfälle geben kann. Zudem wird die Parkplatzsuche vereinfacht.“ Besonders überraschend war für sie allerdings die große Anzahl der Personen im ländlichen Raum, die bereit sind, auf das eigene Auto zu verzichten.

Ein Win-Win-Projekt für alle Beteiligten


Unterstützung bei der Literaturrecherche, der Erstellung ihrer Fragebogen sowie interessante zusätzliche Einblicke in die Thematik erhielten die Studierenden von einer Doktorandin der Robert Bosch GmbH. Das Unternehmen engagiert sich unter anderem im Bereich der vernetzten und automatisierten Mobilität. Im Gegenzug profitierte die Doktorandin Kira Rambow-Höschele von den Ergebnissen der Projektgruppen. Von einer echten Win-Win-Situation lässt sich auch deshalb sprechen, da aus dem Studienprojekt Ideen für zwei Bachelorarbeiten entstanden sind, die für die Studierenden im kommenden Semester ansteht.

„Für uns war das Projekt sicher nicht allein für das Studium gut. Mit Blick auf die vielen Automobilzulieferer in der Region und die Aktualität des Themas Mobilität ist es sicher auch für unsere berufliche Zukunft von Vorteil, dass wir uns schon mal intensiver mit der Zukunft der Mobilität beschäftigt haben, findet Rita Ützel. Professorin Dr. Barbara Niersbach, Leiterin des Forschungsprojekts, ist sehr zufrieden mit der Arbeit der beiden Projektgruppen: „Es war schön zu sehen, wie die Studierenden trotz anfänglicher Hürden zusammen als Team gearbeitet und dadurch tolle Ergebnisse erreicht haben.“


Text: Franziska Mayer
veröffentlicht von: Öffentlichkeitsarbeit