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Festveranstaltung 50 Jahre HRW

Rektor Prof. Dr. Thomas Spaegele ist stolz auf seine Hochschule!
Quelle: Derek Schuh/Felix Kästle

Am Schluss wurde sogar getanzt. Ministerin Theresia Bauer, Rektor Thomas Spägele und Weingartens OB Markus Ewald mitten unter afrikanischen Studenten, die mit afrikanischen Trommeln das Audimax beben ließen. Überhaupt war die gesamte Feier zum 50-jährigen Bestehen der Hochschule Ravensburg-Weingarten sehr musikalisch.

Jeder Redner hatte sich von Sänger Bruce Cradle – live mit Gitarre – einen Song gewünscht. Passend zu jedem Jahrzehnt, das die Hochschule nun hinter sich hat. Und so durfte Cradle die Veranstaltung mit Hits von den Beatles, Janis Choplin, Bon Jovi, Prince und Bruce Springsteen auflockern. Es stand ohnehin das Feiern und nicht das Reden im Mittelpunkt. „Es gibt keine strategische Rede“, sagte Hochschulrektor Thomas Spägele mit einem Schmunzeln. „Die Grußworte haben wir auf Video aufzeichnen lassen, damit auch ja niemand länger als 30 Sekunden redet.“ Dazu gehörte auch Oberbürgermeister Markus Ewald. Seine Redezeit reichte kaum aus, um das viele Lob auszudrücken, das Ewald parat hatte. „Ein Glücksfall für das Schussental“, nannte er die Hochschule.

Ein paar derjenigen, die hinter dem Rednerpult standen, sprachen dann doch etwas länger. Allen voran Theresia Bauer. Die grüne Ministerin ließ es sich nicht nehmen, dem Festakt persönlich einen Besuch abzustatten. Ihr Fraktionskollege Manne Lucha hatte sie schließlich mit Erfolg dazu überredet. „Es klappt nicht bei jedem Jubiläum“, sagte Bauer. „Umso schöner, dass ich jetzt hier bin.“ Und die Ministerin hatte sich mit „Mercedes Benz“ von Janis Choplin immerhin einen Song mit Bezug zum Land ausgesucht – dafür gab es spontanen Applaus.

Feiern statt Fordern

Und von der Hochschule gab es ein besonderes Geschenk: „Heute nicht. Heute streiten wir nicht um Ressourcen“, sagte Thomas Spägele, der Theresia Bauer ein Schild mit der Aufschrift „I love my Hochschule“ überreichte.

Ein Höhepunkt war auch der Auftritt von sieben der allerersten Absolventen der Hochschule. Die Männer hatten 1964 an der „Staatlichen Ingenieursschule für Maschinenbau“ im Ravensburger Deisenfang ihr Studium begonnen und 1968 abgeschlossen. Der ehemalige Prorektor Franz Brünner – auch er gehörte zu jenen, die mehr Redezeit zur Verfügung hatten – gab einen lockeren Überblick über 50 Jahre Hochschule. „Dazu bin ich vom Rektorat mehr oder weniger verdonnert worden“, sagte Brünner und erntete jede Menge Lacher. Staunen erntete er dann für seine Nachzeichnung der Erfolgsgeschichte Hochschule im Schussental. Aus einer Ingenieursschule mit zwei Studiengängen im Jahr 1964 ist inzwischen eine internationale Hochschule mit 70 Partnerhochschulen auf dem ganzen Globus geworden, die sich auch für die Zukunft gut aufgestellt präsentiert.

Das zeigt schon die Vielzahl von jungen Menschen aus Europa und von allen Kontinenten, die im Schussental studieren. Die Hochschule nutzte die Gelegenheit der Feier, um diese Tatsache ein wenig ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken und verlieh drei Preise: Ankita Agrawal aus Indien bekam den DAAD-Preis, der vom Deutschen Akademischen Austauschdienst ausgelobt wird. Die junge Inderin, die bei einer deutschen Gastfamilie in Weingarten lebt, bedankte sich dreisprachig: auf Hindu, Englisch und Deutsch.

Das Projekt „Formula Atid“, bei dem Studenten aus Weingarten und von der Partnerhochschule „Technion“ aus dem israelischen Haifa gemeinsam für die „Formula-Student“-Rennserie arbeiten, bedachte die Hochschule mit einem Scheck über 10000 Euro. Schließlich bekam die „African Student Union“, die sich zur Vernetzung untereinander an der Hochschule gegründet hat, den „International Students Award“ für ihr Engagement in Weingarten. „Auch das ist die Zukunft der Region“, sagte ein sichtlich begeisterter Thomas Spägele, der anschließend zur Trommeleinlage der Afrikaner das Tanzbein schwang. Für die Folklore hatte auch OB Ewald viel übrig: „Am Afrikanischen Abend vor einigen Wochen konnte sich jeder davon überzeugen, welch eine Bereicherung die Studenten für Weingarten sind.“

Als alle Grußworte und Glückwünsche ausgesprochen und alle Tänze getanzt waren, ging es zum gemütlichen Teil der Feier über. „Wir finden es toll, dass Sie aus dem großen Stuttgart mit den großen Unis mit ihren großen Problemen nach Oberschwaben an unsere kleine Hochschule gekommen sind“, sagte Thomas Spägele an die Adresse der Ministerin. „Jetzt werden wir so feiern, dass Sie uns nie wieder vergessen.“ Die Korken jedenfalls knallten. „Zur Not“, sagte Spägele, „muss mich nachher der Prorektor fahren.“

Text: Nicolai Kapitz, Schwäbische Zeitung
veröffentlicht von: Öffentlichkeitsarbeit


Bruce Cradle, "The Voice" aus Vorarlberg
Quelle: Felix Kästle

Mit vielen Gratulationen und mit Gästen aus Politik und Wirtschaft hat die Hochschule Ravensburg-Weingarten am Freitag ihren 50. Geburtstag gefeiert. Bei der Jubiläumsfeier im Audimax auf dem Weingartener Campus überbrachte Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) in ihrer Festrede Glückwünsche und lobte die Arbeit der Hochschule als Beispiel für Zukunftsfähigkeit.

„Die Hochschule in Weingarten ist ein Beispiel dafür, wie es gelingen kann, die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen“, sagte Bauer und hatte dabei die Pläne des Rektorats im Blick, den Standort im Schussental internationaler und vielfältiger zu machen. Die Hochschule sei für Studenten aus aller Welt attraktiv und verbinde auf mutige und vorbildliche Weise Ideen, dem demografischen Wandel einerseits und dem Fachkräftemangel andererseits entgegenzuwirken. Dazu sei sie zugleich wissenschaftlich anspruchsvoll und praxisbezogen.

Eine „kluge Schwerpunktsetzung“ attestierte Bauer der Hochschule auch beim Ausbau des Portfolios. Besonders das stetig erweiterte Studienangebot in englischer Sprache lobte die Ministerin. „Auf diesem Gebiet machen selbst nur wenige Universitäten Ihnen etwas vor“, sagte Bauer an die Adresse von Hochschulrektor Thomas Spägele.

Der Rektor selbst wagte einen Ausblick in die Zukunft und sprach von „seiner Vision“ der Hochschule in einigen Jahren. „Wir wollen ein Tor zur Welt für die Studenten aus der Region sein und gleichzeitig die klügsten Köpfe der Welt hierher holen“, sagte Spägele. Als Beispiele für internationale Kooperationen hob Spägele die Partnerschaft mit dem Technion in Haifa (Israel) hervor. Studenten beider Hochschulen haben etwa gemeinsam am Projekt „Formula Student“ mitgewirkt.

In Video-Grußworten zeigte sich die große Bandbreite an Partner-Hochschulen, mit denen die Hochschule Ravensburg-Weingarten zusammenarbeitet. Video-Grüße von Partnern kamen zum Beispiel aus St.Petersburg, Tokio und Florida.

In kurzen Videos nutzten aber auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Weingartens Oberbürgermeister Markus Ewald, der auch im Publikum saß, die Gelegenheit zum Gratulieren. Ewald bezeichnete die Hochschule als „Glücksfall für das ganze Schussental“ und freute sich über das internationale Flair, das die Studenten von allen Kontinenten der Stadt verliehen. Ministerpräsident Kretschmann zeigte sich in seiner Botschaft ebenfalls voller Lob: „Was 1964 begann, ist zu einer profilierten Hochschule in Technik, Wirtschaft und Sozialwesen geworden.“ Der Erfolg Baden-Württembergs beruhe auch auf der Arbeit der Hochschulen: „Die Oberschwaben – und dazu zähle ich ja auch – dürfen stolz sein auf solch eine Hochschule.“



Text: Nicolai Kapitz, Schwäbische Zeitung
veröffentlicht von: Öffentlichkeitsarbeit


Feiern Sie mit!
Whiteboard-Animation zum 50-jährigen Bestehen der Hochschule Ravensburg-Weingarten.
Quelle: http://youtu.be/2WVxr0ZTcP4

Konzepte 16
Konzepte 16
Quelle: Öffentlichkeitsarbeit

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