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Monika Küble


Quelle: privat

Sie schreibt Bücher, organisiert Ausstellungen, unterrichtet italienisch - und führt nebenbei ein kleines Kulturreisebüro. 1985 machte Monika Küble zusammen mit 25 anderen Pionieren im Studiengang Soziale Arbeit ihren Abschluss an der Hochschule Ravensburg-Weingarten. In den 23 Jahren, die seitdem vergangen sind, hat die gebürtige Bergatreuterin viel erlebt. Inzwischen wohnt sie seit 18 Jahren in Konstanz, ist aber der oberschwäbischen Heimat immer noch eng verbunden.

Nach ihrem Abschluss hatte Monika Küble zunächst drei Jahre in einem Asylbewerberheim als Sozialarbeiterin gearbeitet, doch dann zog es sie in die Ferne. Zwei Jahre lang lebte sie in Italien und studierte Italienisch. "1990 bin ich nach Konstanz gekommen. Dort habe ich Deutsche Literatur, Italienisch und Kunst- und Medienwissenschaft studiert." Das Studium finanzierte sich die Lebenskünstlerin mit Italienischunterricht und baute sich nebenher ein Netzwerk aus verschiedenen Kontakten auf. Inzwischen macht sie Stadtführungen, hält kunsthistorische Vorträge, schreibt für Zeitungen und arbeitet als Übersetzerin. "Ich bin gern mein eigener Chef und meine Arbeit ist sehr vielfältig."

Außerdem organisiert Monika Küble Kunstausstellungen, zum Beispiel in Ravensburg. Außerdem hat sie die Wanderausstellung "Schwabenspiel" mit aufgebaut, die oberschwäbische Literatur dokumentiert. Zusammen mit ihrem Mann betreibt sie nebenher ein kleines Kulturreisebüro, Sagittariusreisen heißt es. Vor allem nach Italien führen die Reisen, die Monika Küble als Reiseleitung organisiert. Aber auch eine Reise nach Weingarten zum Blutfreitag hat sie schon geleitet. "Wir haben einen persönlichen Bezug zu den Reisezielen. Im Herbst werden wir zum Beispiel auf den Spuren von Palladio, einem berühmten Architekten, wandeln."

Doch damit noch nicht genug: Monika Küble hat auch literarische Ambitionen. Unter dem Pseudonym Helene Wiedergrün hat sie den Oberschwabenkrimi "Apollonia Katzenmaier und der Tote in der Grube" veröffentlicht. Derzeit arbeitet sie an eine Fortsetzung, die Anfang 2009 erscheinen soll. "Beim Zähneputzen habe ich oft die besten Ideen, außerdem sammle ich Zeitungsausschnitte über interessante Begebenheiten oder spinne eine Geschichte um die Erzählungen meiner Mutter und Großmutter."

An die Zeit an der Hochschule Ravensburg-Weingarten erinnert sich Monika Küble auch heute noch gern zurück. Sie und ihre Kommilitonen waren Pioniere in ihrem Fachbereich, denn sie gehörte zum ersten Jahrgang, der Soziale Arbeit studiert hat. Das war spannend und die Professoren waren sehr offen. Ich habe mich neben dem Studium im Fachbereichsrat engagiert. "Das war eine wichtige Zeit und ich habe wichtige Erfahrungen gemacht." Auch nach 25 Jahren hat Monika Küble immer noch die alten Freunde, mir denen sie sich einmal im Jahr trifft. In ihren Reisegruppen oder beim Italienischunterricht kann sie die pädagogischen und psychologischen Grundlagen, die der Studiengang vermittelte, auch heute noch brauchen. "Ich habe immer mit Menschen zu tun und die Grundlagen dafür wurden an der Hochschule gelegt."

Von Christine Gehringer