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Arbeitssicherheit

Brandschutz





Brandschutzordnung

A: Allgemeines

Die Brandschutzordnung dient dem vorbeugenden und bekämpfenden Brandschutz in allen, auch angemieteten, Gebäuden der Hochschule Ravensburg-Weingarten (HRW).

Sie ist für alle Personen verbindlich, die sich in den vorgenannten Gebäuden aufhalten. Eventuell erstellte Laborordnungen, Werkstattordnungen, Betriebsanweisungen usw. sind hinsichtlich der Maßnahmen für den Brand- bzw. Gefährdungsfall mit der vorliegenden Brandschutzordnung abzustimmen.

Die Hochschulleitung und der Technische Betriebsleiter sind für einen wirkungsvollen Brandschutz verantwortlich. Darüber hinaus sind die Leiter/-innen der wissenschaftlichen und zentralen Einrichtungen für ihren jeweiligen räumlichen Bereich, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, für die Beseitigung von Gefährdungen bzw. Information des Technischen Betriebsleiters über solche Gefährdungen verantwortlich.



B: Verhalten im Brandfall

1. Allgemeine Hinweise


Ruhe bewahren!
Schnell, aber überlegt handeln!
Unüberlegtes Handeln führt zur Panik
Die Rettung von Personen geht der Brandbekämpfung vor

2. Brand melden

(siehe auch Brandschutzordnung Teil A nach DIN 14 096 = „Verhalten im Brandfall“)

Die Brandmeldung erfolgt, soweit möglich, über Telefon 0 -112 oder dem nächstgelegenen Feuermelder.
Die Brandmeldung soll mindestens folgende Angaben enthalten:

Wer meldet?                   Name des Meldenden
Was ist passiert?            Art und Umfang der Brandstelle, sind Menschen in Gefahr
Wo ist es passiert?         Gebäude, (Ort, Straße, Hausnr. ) Etage, Raum (Siehe Telefon)
Wie viele Verletzte?
Warten auf Rückfragen!

3. Benachrichtigung an:

Technischen Betriebsleiter (Tel. 9536), Kanzler (Tel. 9543) oder Hausmeister (Tel. 9495, 9504)
Personen in benachbarten Räumen warnen.
Zur Einweisung der Feuerwehr je eine Person zum Hauseingang / zur Straße schicken.

4. Alarmsignale beachten

Ruhe bewahren. Nicht mehr telefonieren. Geräte, die an das Stromnetz angeschlossen sind, ausschalten.
Räume verlassen. Vor Verlassen des Raumes sind sämtliche Fenster und Türen zu schließen, nicht abschließen.

5. In Sicherheit bringen

Brandabschlusstüren und Rauchabschlusstüren schließen. Das Gebäude nur über die Treppen verlassen. Auf keinen Fall den Aufzug benutzen (Erstickungsgefahr). Im Brandfall den Aufzug sofort verlassen. Nur die gekennzeichneten Fluchtwege benutzen. Auf dem nächsten verfügbaren Fluchtweg nach draußen gehen und sich auf den Sammelplatz begeben.

In verqualmten Räumen nur gebückt oder kriechend zu den Fluchttüren eilen. In Bodennähe ist meist noch atembare Luft vorhanden. Wenn vorhanden mit nassem Tuch Mund und Nase bedecken.

Kann wegen Verqualmung der Fluchtwege der Raum nicht verlassen werden, im Raum bleiben, Türen schließen. Am Fenster auf die Feuerwehr warten und dann auf sich aufmerksam machen.
Die Gefahr einer Rauchvergiftung ist größer, als die Gefahr, dass das Feuer in den Raum dringt bevor einen die Feuerwehr retten kann, wenn die Tür zu ist.
Gefährdeten, behinderten oder verletzten Personen beim Verlassen des Gebäudes helfen.

6. Anweisungen beachten

Im Brandfall werden Anweisungen durch das zuständige Personal gegeben. Nach Eintreffen der Feuerwehr sind deren Anweisungen strikt zu befolgen.

7. Löschversuche unternehmen

Bis zum Eintreffen der Feuerwehr sind Entstehungsbrände, soweit möglich, mit vorhandenen Selbsthilfelöscheinrichtungen zu bekämpfen.

Dies sind im Einzelnen:

Feuerlöscher diese befinden sich in Fluren, Treppenhäusern oder in einzelnen Räumen.

Wandhydranten diese sind in Treppenhäusern, Fluren oder an besonders gekennzeichneten Orten zu finden.



Löschdecken befinden sich in besonders gefährdeten Laboratorien.

Löschbrausen sind am Ausgang des Chemielabors und im Gefahrstofflager für chemische Stoffe zu finden.

Bei Löschversuchen bitte immer beachten:

• Die schnell verfügbare und geeignete Löscheinrichtung (s. o.) verwenden.
Flüssigkeitsbrände nicht mit Wasser löschen (Gefahr der Feuerausbreitung).

• Gasbrände nicht löschen: Explosionsgefahr: Gas abstellen / Umgebung kühlen

• Soweit möglich, leicht brennbare Gegenstände aus der Nähe des Brandes entfernen.

• Wenn die ersten Löschversuche ohne Erfolg bleiben, Türen und Fenster schließen und die Flucht ergreifen.

• Brennende Personen nicht weglaufen lassen, notfalls zu Fall bringen und Decken oder Tücher überwerfen. Bei verwenden von Feuerlöschern nicht ins Gesicht sprühen.



C: Vorbeugender Brandschutz

1. Brände verhüten


In allen Räumen, in denen sich leicht brennbare Stoffe befinden, ist das Rauchen sowie der Umgang mit offenem Feuer und Licht verboten. In Papierkörbe, Mülleimer und Abfallbehälter dürfen keine glimmenden Tabakreste geworfen werden.

Elektrische Geräte, wie elektrische Kocher oder Kaffeemaschinen sind auf nicht brennbare Unterlagen abzustellen. Entsprechende Unterlagen sind beim Technischen Betrieb erhältlich. Naheliegendes Holzwerk ist gegen Wärmestrahlung zu schützen. Das Aufstellen und Betreiben nicht thermostatgesteuerter Kochplatten und Heißwassergeräte ist untersagt.

Die Benutzung von Tauchsiedern mit Thermoschutz ist nur im Laborbetrieb erlaubt. In Büroräumen sind diese Geräte untersagt. Zusatzheizkörper, wie Heizlüfter und Ölradiatoren dürfen grundsätzlich nicht verwendet werden. Ausnahmen bedürfen der Genehmigung durch den Technischen Betrieb.

Nach Dienstschluss ist beim Verlassen der Räume die Energiezufuhr (Gas, Elektro und Wasser) an alle angeschlossenen Geräte und Einrichtungen zu unterbrechen. Ausnahmen für Dauerversuche bedürfen einer schriftlichen Erlaubnis. Die erforderliche Erlaubnis ist beim jeweiligen Laborleiter einzuholen.

Die Sicherheitsvorschriften bei Schweiß-, Schneid- und Lötarbeiten sind strikt zu beachten. Sie bedürfen u. a. einer schriftlichen Genehmigung. Die Sicherheitsvorschriften beim Umgang, Bereitstellen und Lagern brennbarer Stoffe sind einzuhalten.

Überprüfung der Gefahrstoffbestände

- Lagerung und Aufbewahrung von Gefahrstoffen insbesondere von brennbaren Flüssigkeiten hat
entsprechend der Gefahrstoffverordnung zu erfolgen.
- Zur Entsorgung anstehende Gefahrstoffe sind in geeignete und zugelassene Behälter zu verpacken und
dem Technischen Betrieb zur Entsorgung zu melden.

Abfälle

- Die Abfälle sind in geeigneten und zugelassenen Behältern aufzubewahren und zu transportieren.
- Die Arbeitsplätze sind regelmäßig auf brennbare oder sonst gefährliche Abfälle hin zu überprüfen.
- Abfälle, die selbstentzündlich sein können (Reaktionsabfälle, ölgetränkte Putzlappen etc.) müssen in
geeigneten Blechbehältern bis zur Entsorgung aufbewahrt werden.
- Lösemittel, auch in Kleinstmengen, dürfen nicht in Ausgüsse geschüttet werden.

Jeder Bedienstete hat sich darüber zu informieren, wo in seinem Arbeitsbereich der nächste Feuermelder und das nächste Feuerlöschgerät aufgestellt sind. Insbesondere die in den Laboren Beschäftigten haben sich mit der Handhabung der Löscheinrichtungen vertraut zu machen.

Aufgetretene Brandschutzmängel sind dem zuständigen Technischen Betriebsleiter zu melden.


2. Fluchtwege freihalten

Treppenhäuser, Flure, Türen und Notausgänge sind ständig frei zu halten.

Brandabschnitts- und Rauchabschlusstüren sind geschlossen zu halten. Sie dürfen durch keine Keile oder Ketten offen gehalten werden. Lagern von brennbaren Materialien in Flucht- und Rettungswegen ist nicht zulässig.

Parkende Fahrzeuge in Feuerwehreinfahrten/Aufstellflächen werden kostenpflichtig zu Lasten der Verursacher durch den Technischen Betrieb entfernt.

3. Löscheinrichtungen betriebsbereit halten

Feuerlöscheinrichtungen werden in den vorgeschriebenen Zeitabständen (Feuerlöscher z. B. alle 2 Jahre) auf Funktionsfähigkeit geprüft. Diese Feuerlöscheinrichtungen dürfen nicht verstellt oder abgedeckt werden. Benutzte Feuerlöscher (sobald die Plombe fehlt) sind dem Technischen Betriebsleiter zu melden.

Verhalten bei sonstigen Notfällen

Bei kleineren Verletzungen Personen aufsuchen, die in Erster Hilfe ausgebildet sind (die Ersthelfer). Den Verletzten behandeln und in das Verbandsbuch eintragen. Wenn notwendig den Unfallarzt aufsuchen.

Bei größeren Verletzungen ist das Ereignis mit Notruf Tel. 0-112 zu melden.
Wie: s. o. Brand Melden B 2. (Brandschutzordnung Teil A nach DIN 14 096 = „Verhalten im Brandfall“)
Der Technische Betriebsleiter, der Rektor und der Kanzler sind dann ebenfalls sofort zu verständigen.
Zur Einweisung des Notdienstes je eine Person zum Hauseingang / zur Straße schicken



Inkrafttreten dieser Brandschutzordnung

Diese Brandschutzordnung tritt mit sofortiger Wirkung (Erscheinungsdatum) in Kraft.


Weingarten, 1. Oktober 2009




Prof. Dr.-Ing. Thomas Spägele
Rektor