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Maschinenbau
Bachelor

Entwicklung und Konstruktion

Prof. Niedermeier: "Der generalistische Ansatz des allgemeinen Maschinenbaus basiert auf der Forderung der Industrie, in der Ingenieursausbildung ganzheitlich fundierte Werkzeuge zur Produktentwicklung zu vermitteln."

Berufsfeld

Ohne Konstruktion gäbe es keine Produkte. So müssen neue Produkte konzipiert und ausgearbeitet, bereits auf dem Markt eingeführte Produkte laufend verbessert werden. Die Optimierung betrifft die Kosten der Herstellung, die Funktionstüchtigkeit, Sicherheit und Umweltfreundlichkeit.
Die Konstruktion ist der kreative Teil der Produktfindung. Begleitet wird sie durch die Entwicklung, untergliedert in Berechnung und Versuch. Bei seiner anspruchsvollen Aufgabe kommt kein Konstrukteur ohne die Kenntnis umfangreicher Computerprogramme aus. Bauteile, Baugruppen, sogar ganze Maschinen werden am PC dreidimensional erzeugt und in beliebigen Ansichten dargestellt.



Auch die Berechnung erfolgt mit Hilfe des Computers. Mit Rechnern erfasst werden Bewegungsabläufe, Strömungsvorgänge, Festigkeit und Wärmeübertragungen. Eine erfolgreiche Berechnung ist deshalb nicht möglich ohne Kenntnisse der technischen Mechanik, der Festigkeitslehre sowie der Wärmelehre.

Trotz ausgereifter Computerprogramme stößt der Rechner jedoch an seine Grenzen. Denn nicht alle Probleme und Eigenschaften von Bauteilen und Baugruppen können theoretisch vorabüberlegt werden. Nun muss der Versuch nachweisen, dass die erstellten Produkte den Anforderungen standhalten. Die Versuchs-Ingenieurinnen und ‑Ingenieure beherrschen die teilweise hoch komplizierte Messtechnik aus dem Effeff. Die hohen Kosten, die Versuche naturgemäß verursachen, machen eine sorgfältige Versuchsplanung notwendig. Dazu gehören die Konzeption und Projektierung der Versuchseinrichtungen.

Studieninhalte

Damit die Studierenden praxisnah konstruieren lernen, sind Fächer wie „Rechnergestütztes Konstruieren“ und „Maschinenelemente 3“ in der Studienrichtung "Allgemeiner Maschinenbau" eingeplant. Eine wichtige Stellung nehmen auch Fächer wie „Hydraulik“ und „Oberflächentechnik" ein. Dass die Grundlagenfächer des Maschinenbaus die Basis der späteren Berufstätigkeit bilden, ist selbstverständlich. In jüngster Zeit wichtiger geworden sind so genannte Ergänzungsfächer wie „BWL“, „Investitions- und Kostenrechnung“, „Qualitätsmanagement“ sowie „Produktions- und Betriebslehre“. Durch Projektarbeiten geschult werden Praxisbezug und Arbeiten im Team.