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Maschinenbau
Bachelor

Produktionstechnik und Entwicklung

Prof. Böhm: „Die Produktionstechnik ist international und äußerst vielseitig. Über Flexibilität, auch in der Fertigung, darf man nicht nur reden, man muss sie praktizieren. Dann stellt sich der berufliche Erfolg von selbst ein."

Die Produktionstechnik umfasst alle Vorgänge der industriellen Erzeugung sowie von Gütern aller Art. Sie liegt in der Praxis und in der Lehre an unserer Hochschule im Spannungsfeld Technik-Management- Organisation näher an der Technik.
In allen Branchen der produzierenden Industrie finden sich wesentliche Elemente der Produktionstechnik wie:

  • Bereitstellung der Werkstoffe als Rohmaterial, Halbzeug oder Zukaufteil
  • Produktgestaltung mit Blick auf Funktion, Stoffeinsatz, Herstellbarkeit, Kosten, Recycling
  • Produktionsplanung nach Kapazität, Termin, Materialverfügbarkeit, Kosten
  • Einsatz von Produktionsmitteln nach Verfahren, Maschinen, Werkzeugen und Vorrichtungen
  • Auswahl der Oberflächenbehandlung, der Montage und der Verpackung
  • Produktionslogistik mit Fördermitteln, Handhabung, Lagerung, Bereitstellung und Verteilung
  • Qualitätsmanagement mit Wirkung auf alle Unternehmensbereiche und auf den Markt
  • Kostenrechnung, Controlling, Management, Fabrikplanung, Personalführung
  • Ökologischer Energie- und Stoffeinsatz, Abfallvermeidung und -entsorgung, Wiederverwertung von Produkten

Berufsfeld

Im Alltagsleben ist jeder Mensch von einer Vielzahl von Dingen umgeben, für deren Herstellung man die Produktionstechnik benötigt. So banal das klingt, aber Messer und Gabel, Kaffeelöffel, Waschmaschine, Auto und Flugzeug müssen vor der Nutzung zuerst produziert werden. Die Firmen in Deutschland unterliegen einem harten internationalen Wettbewerb. Um zu bestehen, setzen sie auf hochwertige Produkte, die kostengünstig hergestellt werden müssen. Dies wiederum erfordert den Einsatz modernster Technik, effizienter Organisationsformen und neuzeitlicher Managementmethoden, die den komplexen Zusammenhängen eines Industriebetriebs gerecht werden. Für alle daraus entstehenden Aufgaben benötigen die Unternehmen hervorragend ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure, die neben ihren technischen Kenntnissen auch Management-Wissen besitzen.

Diesem Anforderungsprofil trägt die Studienrichtung „Produktionstechnik“ optimal Rechnung. Den Absolventen bietet sich eine Vielzahl von Betätigungsfeldern, zählen doch die meisten Betriebe in einer modernen Volkswirtschaft wie Deutschland zum produzierenden Bereich.
Ingenieurinnen und Ingenieure sind nicht nur in der Metallindustrie gefragt, sie arbeiten in allen Bereichen der industriellen Produktion, wie etwa in der Automobilindustrie und bei deren Zulieferern, in der Lebensmittelindustrie, in Konstruktions- und Ingenieurbüros, in Softwarehäusern und bei der chemischen Industrie. Dieses breite Einsatzfeld eröffnet ausgezeichnete Berufsaussichten.

Produktionsingenieurinnen und Produktionsingenieure werden tätig in einem sehr weit angelegtem Arbeitsfeld mit planungs-, fertigungs-, unternehmensbezogenen und vertriebsorientierten Aufgaben.
Übergreifende Kenntnisse aus angrenzenden Aufgabenfeldern, praxisorientiertes Denken und Sprachkenntnisse sind Voraussetzungen für die erfolgreiche Tätigkeit einer Produktionsingenieurin bzw. eines Produktionsingenieurs. Die Industrieunternehmen erwarten von Hochschulabgängern umfassende Kenntnisse in den Grundlagen der Ingenieurwissenschaften, um die unternehmensspezifischen Aufgabenstellungen eigenständig erfüllen zu können. Die sehr enge Beziehung der unterschiedlichen Aufgabenfelder von Produktionsingenieurinnen und Produktionsingenieuren erfordert daher im Ingenieurstudium eine entsprechend übergreifende Darstellung der Ingenieurwissens.


Studieninhalte

Die vielfältigen Aufgaben in der Praxis erfordern neben den Grundlagen des Maschinenbaus detailliertes Wissen über die Produktionstechnik sowie Kenntnisse in Wirtschaftswissenschaften und Managementmethoden. Dazu zählen Inhalte wie Fertigungsautomatisierung mit Hilfe von Industrierobo­tern, Produktionsplanungssysteme, Umformtechnik und -maschinen, konstruktiver Aufbau moderner Werkzeugmaschinen, Betriebs­wirtschaft, Investi­tions- und Kostenrechnung und Fertigungsmess- und Prüftechnik.



Studierende haben ebenfalls die Möglichkeit, Wahlfächer nach eigenem Interesse frei zusammen zustellen. Dies ermöglicht es, den technischen oder betriebswirtschaftlichen Bereich noch stärker zu betonen.