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Pflegepädagogik
Bachelor

Studium und Praxis

Aufbau des Studiums

Die Struktur des Bachelorstudiengangs Pflegepädagogik bewirkt durch die fundierte erziehungswissenschaftliche Ausbildung, der berufsorientierten Ausrichtung der Bezugswissenschaft Pflege, den sozialwissenschaftlichen und –rechtlichen Themenbereichen eine intensive Vernetzung der Theorie mit der Praxis und bietet den Studierenden die Möglichkeit zum interdisziplinären Dialog.

Das siebensemestrige Vollzeitstudium Pflegepädagogik ist so ausgerichtet, dass es den Studierenden ein optimales Zeitmanagement ermöglicht. Im 5. Semester findet das Praktische Studiensemester statt. Abgeschlossen wird das Studium mit der Bachelorarbeit und der Bachelorprüfung.




Das Studium teilt sich in zwei Studienteile. Der Studienteil I umfasst das 1. bis 4. Semester. Schwerpunkte im vermittelten Wissen und Kompetenzen bilden pflege-, gesundheits- und erziehungswissenschaftliche Grundlagen, Systematiken, Methodik und Theorien der Pflegewissenschaft und Pflegepädagogik, Kommunikationstechniken.
Lernziel des Studienteils I ist es, die beruflichen Handlungs-kompetenzen und methodischen Grundlagen der Pflegepädagogik zu erlernen. Die erlernten Fertigkeiten und Fähigkeiten werden anschließend in den praktischen Studienphasen (Praxis- und Projektphase) geübt, überprüft und konkretisiert.

Das praktische Studiensemester im 5. Semester ist integraler Bestandteil des Studiums.

Während des Wintersemesters findet eine 20 wöchige Praxisphase unter Begleitung statt, (Konsultationsgruppen durch hauptamtlich Lehrende und Praxisbesuche) mit dem Ziel, studienbegleitend begrenzte und klar umschriebene Aufgaben in einem Arbeitsfeld anzugehen und die dort gemachten Erfahrungen theoretisch reflektieren und systematisch analysiert auszuwerten. Das praktische Studiensemester dient dem theoriegestützten Zugang zur Bildungspraxis im Sinne des forschenden Lernens. Ausgehend von eigenen Zielsetzungen und Fragestellungen erfolgt die methodisch gestützte und systematische Beobachtung und Reflexion unterschiedlicher Aus-, Fort- und Weiterbildungsaspekte sowie die durch Beratung und Begleitung geförderte eigenständige Übernahme ausgewählter pflegepädagogischer Tätigkeiten.



Der Studienteil II umfasst das 6. und 7. Semester. Im Anschluss an das Praktische Studiensemester steht die wissenschaftliche Betrachtung der Person und der Beruf der Pflegenden, spezielle Unterrichtsmethoden, fachdiaktische Vertiefung, berufliche Handlungskompetenzen von Pflegepädagoginnen und Pflegepädagogen im Mittelpunkt. Dieser Studienteil hat die Vertiefung der Kenntnisse von Pflegepädagogik und Pflegedidaktik in Theorie und Praxis zum Ziel.

Welche Rolle spielt die Praxis im Studium Pflegepädagogik?

Praxis wird beim Studium der Pflegepädagogik groß geschrieben. In der Praxisphase im fünften Semester werden die Studierenden für ein halbes Jahr vollständig ins Unterrichtsgeschehen an einer Bildungseinrichtung integriert. Hier lernen die Studierenden die Abläufe und Aufgaben in der Ausbildung bzw. Fort- und Weiterbildung aus nächster Nähe kennen und bringen sich selbst aktiv mit ein. So übernehmen sie z. B. Teile des Unterrichts und führen ein eigenständiges wissenschaftliches Praxisprojekt durch.


Entsprechend der Ausrichtung der Praxisstelle und ihrer Tätigkeitsfelder haben die Studierenden:

  • Einblick in die Organisation und Struktur der jeweiligen Bildungseinrichtung genommen;
  • Einblick in Kultur, Leitbild und Konzeption der jeweiligen Bildungseinrichtung erhalten, dabei Formen der Schul- bzw. Organisationsentwicklung und des Qualitätsmanagements kennen gelernt;
  • Einblick in Ausbildungsplanung, Lehrplanarbeit, Curriculumentwicklung und Stundenplanerstellung erhalten;
  • Einblick in die Bildungsbedarfermittlung und die Programmerstellung und –durchführung genommen;
  • an Konferenzen und Besprechungen teilgenommen;
  • bei Unterrichten der Lehrenden der jeweiligen Bildungseinrichtung hospitiert und den Unterricht reflektiert;
  • eigene Unterrichtsversuche mit pflege- oder gesundheitswissenschaftlichem Schwerpunkt durchgeführt, davon eine bewertete Lehrprobe auf der Grundlage eines schriftlich ausgearbeiteten Unterrichtsentwurfs, und ihre Erfahrung reflektiert;
  • bei Leistungsüberprüfungen mitgewirkt;
  • an der Praxisbegleitung in der praktischen Ausbildung teilgenommen;
  • die Formen der Zusammenarbeit mit den Praxiseinsatzstellen kennengelernt;
  • Einblick in Verfahren der Bewerbergewinnung und –auswahl erhalten;
  • Ein eigenständiges Praxis-Projekt geplant, durchgeführt und evaluiert, das auf pädagogische Vermittlung und Umsetzung pflegewissenschaftlicher Expertise abzielt.

Ebenfalls ist es möglich das Praktische Studiensemester im Ausland zu absolvieren.


Berufsfelder

Für Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs Pflegepädagogik eröffnen sich Tätigkeitsfelder u.a. in der:

  • Aus-, Fort- und Weiterbildung in Pflege- und Gesundheitsberufen
  • Praxisanleitung und -beratung - innerbetrieblichen Bildung
  • Pflegeberatung, Schulung und Anleitung
  • Organisations- und Personalentwicklung
  • pflegewissenschaftliche Praxisberatung, Pflegeforschung
  • Qualitätsmanagement
  • Schulbuchgestaltung für Pflege- und Gesundheitsberufe