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Ethik und Nachhaltigkeit

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Energiesysteme im Wandel

Chancen und Grenzen der bioökonomischen Nutzung von Biomasse für die Region

Weingarten – Aufgrund reger Nachfrage wurde am 20. Juni nochmals Professor Dr. Rainer Luick zu Gast an der Hochschule Ravensburg-Weingarten eingeladen. Er ist Professor für Natur- und Umweltschutz an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg und leitet nationale und internationale Forschungsprojekte zur Biodiversität, Agrarökologie und Energiekonzepten.

Durch den Einstieg in eine vermehrte energetische Bewirtschaftung von land- und forstwirtschaftlichen Biomasseressourcen zeigen sich auch neuartige Problemlagen. Dazu zählen grundsätzliche ökologische Probleme beim Biomasseanbau und negative Umweltauswirkungen, zunehmend auch soziale und gesellschaftliche Konfliktfelder und nicht zuletzt wird auch die Limitierung der Potentiale immer deutlicher. Um der Bioenergie langfristig eine breite gesellschaftliche Akzeptanz zu sichern, sollte es nach den beachtlichen Etablierungserfolgen künftig vorrangig darum gehen, naturverträgliche Verfahren zur Biomassebereitstellung zu fördern und die Technologien für die Nutzung der Biomassen (Reststoffe) zu optimieren.

Die Veranstaltung fand am Mittwoch, 20. Juni, um 18 Uhr im Raum H061 im Hauptgebäude der Hochschule Ravensburg-Weingarten in der Doggenriedstraße statt.

Gastvortrag von Prof. Dr. Andreas Brunold an der HRW

Weingarten – Am 27. Juni hat der Augsburger Politikdidaktiker Professor Dr. Andreas Brunold an der Hochschule Ravensburg-Weingarten einen Gastvortrag zum Thema "Die EU Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie und ihre Umsetzung in der Praxis - dargestellt an Fallbeispiel der Murr" gehalten. Innerhalb des Themenbereichs des ökologisch-nachhaltigen Hochwasserschutzes diente ihm hierbei das Fallbeispiel des Flusses Murr, einem kleineren Gewässer im Landkreis Rems-Murr bzw. im Randbereich der Region Stuttgart. Dieses Gewässer kann jedoch exemplarisch und symptomatisch für die Gewässerbewirtschaftung in Baden-Württemberg stehen.

Innerhalb der politischen Bildung gilt Andreas Brunold als ein ausgewiesener Experte auf den Gebieten der entwicklungspolitischen Bildung, der Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie des Globalen Lernens. Der Referent kann eine Vielzahl von einschlägigen Veröffentlichungen im internationalen Kontext vorweisen, im lokalen bzw. kommunalpolitischen Bereich setzt er sich als Co-Vorsitzender des BUND Ortsverbandes Backnanger Bucht für die umweltpolitischen Belange seiner Heimatstadt ein.

Die Veranstaltung fand am Mittwoch, 27. Juni, diesmal erst ab 19 Uhr im Raum H061 im Hauptgebäude der Hochschule Ravensburg-Weingarten in der Doggenriedstraße statt.


Für den 13. Juni 2018 haben wir Helmut Federmann eingeladen. Herr Federmann ist pensionierter Diplom-Volkswirt. Aus Interesses an Alternativen zur dominierenden neoliberalen, Wirtschaftsdoktrin befasst sich Federmann mit Fragen zu Wachstums, Energie- und Verkehrswende. Der Referent bezeichnet sich selbst als „Nachhaltigkeitsökonom“ und engagiert sich für die Plattform Wachstumswende. Er ist Mitglied im Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS).

1921 konfrontierte der englische Chemie-Nobelpreisträger und Erfinder der Atomspaltung Frederick Soddy seine Zuhörer mit der Frage „Wovon lebt die Menschheit?“. Eine Antwort lautete: „Von der Energie der Sonne“. Mit diesem Wissenschaftler, seinen Erkenntnissen über die Ökonomie und die daraus folgenden Konsequenzen für eine ökologisch und nachhaltig gestaltete Zukunft befasste sich Federmanns Vortrag „Die Wirtschaft - ein Entropischer Transformationsprozess“.

Auf Grundlage naturwissenschaftlicher, politisch gesellschaftlicher Zielvorstellungen einer ökonomisch-ökologischen Effizienz, Suffizienz und Konsistenz stellte Federmann die Zusammenhänge vor, in denen auch Lösungsansätze für Herausforderungen stecken. Durch einen Paradigmenwechsel und die Befreiung von Pfadabhängigkeiten erhöhen sich unsere Chancen, eine Lösung für künftige Wirtschaftsweisen zu finden.

Am 13. Juni fand der Vortrag statt.
Die Veranstaltung wurde zusätzlich vom Bund Naturschutz Oberschwaben e.V. unterstützt.


Dr. Odette Deuber
Sie ist geschäftsführende Gesellschafterin der KlimAktiv Consulting GmbH sowie der KlimAktiv gemeinnützigen GmbH und Mitglied des Vorstands von UnternehmensGrün.


Am 6. Juni hielt sie einen Vortrag zum Thema: Was bedeutet das Klimaschutzziel von Paris für mich als Bürger? Und als Unternehmer? Gleichzeitig beantworteet sie die Frage „Wie kommen wir ins notwendige, zielgerichtete Handeln für den Klimaschutz?"

Nach mehrjähriger Berufserfahrung in der wissenschaftlichen Politikberatung im Bereich Energie und Klimaschutz des Öko-Instituts ist Frau Odette Deuber seit 2013 bei KlimAktiv tätig. 

Als Diplom-Ingenieurin mit einer Promotion in der angewandten Klimapolitik leitet Dr. Odette Deuber bei KlimAktiv federführend Beratungsprojekte im Bereich CO2-Fußabdruck und Klimastrategie. Für Kunden wie der Europäischen Zentralbank und Energieunternehmen berät sie über alle Aspekte der CO2-Bilanzierung. Bei zahlreichen Studien hat sie Lösungen für eine klimafreundliche Gesellschaft veröffentlicht, deren Ergebnisse maßgeblich zur Standardisierung der CO2-Bilanzierung in Deutschland beigetragen haben. Zahlreiche Projekte von KlimAktiv wurden durch das Umweltbundesamt sowie das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Über 300 Institutionen, von Nichtregierungsorganisationen über Kommunen und Bundesministerien bis hin zu internationalen Konzernen setzen diese CO2-Bilanzierungssysteme ein. 

Am 6. Juni 2018 konnten Interessierte Frau Dr. Odette Deuber an der Hochschule kennenlernen.



Kollaborativ Wirtschaften.
Die Potentiale von Sharing, Social Entrepreneurship, Kooperativen und Genossenschaften für die nachhaltige Entwicklung ausschöpfen.

Autor und Journalist Manuel Lehmann war zu Gast
an der Hochschule Ravensburg-Weingarten


Manuel Lehmann absolvierte seine Erstausbildung im grafischen Bereich und hat langjährige Erfahrung im Kultur- und Eventbereich, Journalismus und in der Kommunikation. Das Studium “Soziokulturelle Animation” schloss er an der Hochschule Luzern ab. Er ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des Arealverein Lagerplatz, Winterthur. Zu Lehmanns aktuellen Buchveröffentlichungen gehört: „Meine kleine Großstadt Winterthur“ und „Kollaborativ Wirtschaften“.

Mit dem Begriff „Kollaborative Wirtschaft“ assoziieren wir die Idee eines modernen Marktes, der sich seit einigen Jahren als Alternative zum Kapitalismus etabliert hat. Dabei werden Methoden aufgezeigt, wie durch soziokulturelle Animation gemeinschaftliche Ansätze in der Wirtschaft unterstützt werden können. „Dazu gehören Social Entrepreneurship, Sharing, Genossenschaften und Kooperativen, Transition & relokalisierte Produktion, Data share, Kreislaufwirtschaft, Arbeiten 4.0 und Ecollabs“, betont Manuel Lehmann. Dies setzt er jeweils mit verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit in einen Kontext.

Am 30. Mai 2018 konnten Interessierte Manuel Lehmann live erleben.




Von kluger Ressourcennutzung
Ideengeschichte und Ethik der Nachhaltigen Entwicklung –
Professor Dr. Thomas Potthast zu Gast an der Hochschule Ravensburg-Weingarten.


Nachhaltige Entwicklung hat das übergreifende normative Ziel, die Bedürfnisse für alle Generationen von Menschen gerecht zu befriedigen. Im Vortrag von Professor Dr. Thomas Potthast am 2. Mai um 18 Uhr an der Hochschule in Weingarten wurde diskutiert, welche Konsequenzen sich daraus in praktischer, konzeptioneller und ethischer Hinsicht ergeben.

Historisch wird die Idee der Nachhaltigkeit meist in der forstlichen Ressourcenpolitik um 1700 verortet. Diese hatte unterschiedliche Formen des Umgangs mit natürlichen Ressourcen zur Folge. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurden Umwelt-und Ressourcenschutz dann ausdrücklich mit den Anliegen internationaler Entwicklungspolitik zusammengebracht. Nachhaltige Entwicklung ist seit 1987 zu einem zentralen Begriff globaler Umweltpolitik geworden. Zuletzt im Jahr 2015 bestätigt mit den 17 Sustainable Development Goals (SGDs) der Vereinten Nationen.

Dr. Thomas Potthast ist Professor für Ethik, Theorie und Geschichte der Biowissenschaften sowie Sprecher des Internationalen Zentrums für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) an der Universität Tübingen. Nach dem Studium der Biologie und Philosophie in Freiburg i. Br. mit anschließender Promotion in Tübingen war er Postdoc am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin und Humboldt-Stipendiat an der University of Madison-Wisconsin. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen im Bereich inter- und transdisziplinärer Fragen der Ethik, der Nachhaltigen Entwicklung sowie der Geschichte und Theorie der Bio-und Umweltwissenschaften. Er ist zudem geschäftsführender Vorsitzender des Beirats für Nachhaltige Entwicklung der Universität Tübingen.


Dr. Joachim Eberle, Geographisches Institut der Universität Tübingen
Georisiken und aktuelle Geomorphodynamik in Süddeutschland im Kontext des Klimawandels

Joachim Eberle ist Geograph, der bereits in vielen Teilen der Welt geforscht hat und als Dozent neben Vorlesungen auch jedes Jahr mehrwöchige Exkursionen für Studierende anbietet. Schon in den 1990er Jahren, während seiner Dissertation, beschäftigte er sich mit den Auswirkungen des Klimawandels in hochpolaren Regionen. Auf mehreren Expeditionen nach Spitzbergen untersuchte Joachim Eberle Stofftransporte in polaren Geosystemen und erforschte insbesondere die Auswirkungen der Erderwärmung auf Böden und geomorphologische Prozesse dieser extremen Räume.
Neben mehreren Forschungsaufenthalten in Namibia und den Vereinigten Arabischen Emiraten gilt sein Interesse aber auch immer schon Süddeutschland, das für ihn eine der abwechslungsreichsten Landschaften der Erde auf ganz kleinem Raum bietet. Dies belegt er seinem Lehrbuch "Deutschlands Süden", das 2017 bereits in der dritten Auflage im Springer Verlag erschienen ist und das inzwischen als regionales Standardwerk für Studierenden der Geowissenschaften gilt. Auch sein 2015 erschienener Geowanderführer der Region Stuttgart hat viele an der Natur interessierte Menschen zu Erkundungen vor der eigenen Haustüre ermuntert.
Auch in Süddeutschland findet der Klimawandel statt und erste Auswirkungen sind unübersehbar. In den letzten Jahren kam es in Süddeutschland vermehrt zu extremen Niederschlagsereignissen und als Folge davon zu Massenbewegungen und Hochwässern, die große Schäden verursacht haben. Ereignisse wie die Sturzflut von Braunsbach im Juni 2016 haben ein bislang aus Mittelgebirgen nicht bekanntes Zerstörungspotential erreicht. Auch größere Rutschungen am Trauf der Schwäbischen Alb und lokale Überschwemmungen sind immer häufiger zu verzeichnen. Im Vortrag wurden die oft vielfältigen Ursachen und Folgen solcher Ereignisse erläutert.

Videovortrag über diesen Link abrufbar -> 

Text: Sandy-Cheril Manton


Prof. Dr. Rainer Luick, trug am 17. Januar 2018 vor.
Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg
Vielfalt in Gefahr – Bemerkungen zur Biodiversität in mitteleuropäischen Kulturlandschaften
(Das Video des Vortrags finden Sie hier)

Die so genannten Planetary Boundaries (Belastungsgrenzen des Planeten Erde) sind ein Konzept über die ökologischen Grenzen der Erde. Die Planetary Bounderies priorisieren neun für das System Erde essentielle ökologische Dimensionen und definieren für diese Dimensionen globale Grenzwerte. Im Einzelnen sind das: Klimawandel, Biodiversitätsverlust, biochemische Kreisläufe, Übersäuerung der Ozeane, Süßwasserverbrauch, Landnutzung, stratosphärischer Ozonabbau, Atmosphärische Aerosole und Belastung durch Chemikalien. Wird eine Grenze überschritten, ist mit der Gefahr irreversibler und plötzlicher Umweltveränderungen auszugehen, die die Bewohnbarkeit der Erde für die Menschheit einschränken. Drei dieser ökologischen Dimensionen haben bereits quantifizierbar die Belastungsgrenzen überschritten; das sind Klimawandel, Stickstoffkreislauf und in besonderer Dramatik der Verlust an Biodiversität.
In der Erdgeschichte gab es bislang fünf Massensterben von Organismen; die Ursachen waren jeweils natürliche Ereignisse und Prozesse. Seit geraumer Zeit wird ein sechstes Massensterben festgestellt, das an Dramatik und Dimension ständig zunimmt und seine Ursachen allein im anthropogenen Handeln hat. Es sterben 1.000 bis 10.000-fach mehr Arten aus als dem natürlichen Verschwinden von Arten zuzurechnen wäre.
Dramatische Verluste an biologischer Vielfalt gibt es auch bei uns in Deutschland / in Baden-Württemberg und hier vor allem in den Ökosystemen außerhalb des Waldes also in unseren Kulturlandschaften. In den vergangenen Monaten wurden u. a. Untersuchungen publiziert, dass in den vergangenen 3 Jahrzehnten rund 80 % der Insektenbiomasse in den Offenlandökosystemen verschwunden sind.
Der Vortrag von Prof. Dr. Rainer Luck beleuchtete die Situation der Biodiversität, benannte die Ursachen für die dramatischen Entwicklungen und diskutiert auch die dringend notwendigen Handlungskonzepte für Verbesserungen.


Das Ende des Kapitalismus

Gastvortrag von Ulrike Herrmann an der Hochschule Ravensburg-Weingarten
(Das Video des Vortrags finden Sie hier)

Weingarten – Viele Interessierte waren zum Vortrag von Ulrike Herrmann im Rahmen der Veranstaltungsreihe Nachhaltige Entwicklung gekommen. Der Hörsaal H061 war bis auf den letzten Platz besetzt.

Professor Dr. Wolfgang Ertel, Beauftragter für Nachhaltige Entwicklung, begrüßte die Zuhörerinnen und Zuhörer und stellt die Referentin vor: Ulrike Herrmann hat eine Ausbildung zur Bankkauffrau absolviert und anschließend Geschichte und Philosophie an der FU Berlin studiert. Sie ist Wirtschaftskorrespondentin der Tageszeitung „taz“, schreibt seit 2007 hauptsächlich über die Finanz- und Eurokrise und hat dazu mehrere Bestseller veröffentlicht. In ihrem Vortrag präsentiert sie ihr Buch „Der Sieg des Kapitals. Wie der Reichtum in die Welt kam: Die Geschichte von Wachstum, Geld und Krisen“ (Piper 2015).

Zu Beginn gab Herrmann einen historischen Überblick über die Zeit vor und während der Entstehung des Kapitalismus und erklärte, dass es zahlreiche Theorien dazu gibt, warum die Industrialisierung ausgerechnet um 1760 in England begann. Die für sie überzeugendste Theorie, die sie auch dem Publikum vorstellte, besagt, dass die englischen Löhne im 18. Jahrhundert die höchsten der Welt waren und die Briten somit nicht mehr konkurrenzfähig waren. Der Einsatz von Maschinen, die den Mensch ersetzten, lohnte sich nun zum ersten Mal in der Geschichte.

Drei schwere Finanzkrisen in zehn Jahren

Nach dem Rückblick auf einige bedeutende Ereignisse in der Wirtschaftsgeschichte, sprang Herrmann im zweiten Teil ihres Vortrags in die Gegenwart: „Der Kapitalismus tritt in eine neue Phase ein, die wir in dieser Form noch nie gesehen haben. Das erkennt man daran, dass es in zehn Jahren drei schwere Finanzkrisen gab.“ Gegeben habe es Finanzkrisen im Kapitalismus schon immer, jedoch nicht in dieser schnellen Abfolge. Für den Kapitalismus seien Finanzkrisen nicht gefährlich, aber „sie bergen das Risiko, dass am Ende die Demokratie abgeschafft wird und ein rechtsradikaler oder rechtspopulistischer Führer an die Macht kommt“, so Herrmann.
Kapitalismus ist ein globales Phänomen

Die Autorin ist überzeugt, dass der Kapitalismus politisch gesteuert werden muss, sodass die Löhne mit der technischen Entwicklung steigen. Sie geht davon aus, dass der Kapitalismus zusammen brechen wird und meinte: „Vielleicht ist das Ende des Kapitalismus genauso wie sein Anfang: das neue System ist schon da, nur wir sehen es noch nicht“.

Im Anschluss an den Vortrag moderierte Ertel eine Diskussionsrunde, in der die Besucherinnen und Besucher ihre Fragen an die Referentin stellen konnten. So fragte einer der Teilnehmer, wie man das Ende des Kapitalismus gestalten könne und ob die Politik dabei bisher versagt habe. Herrmann erklärte, dass die Transformation des Kapitalismus noch gar nicht modelliert sei und es noch keine Lösungen oder Theorien dazu gebe. Daher liege die Verantwortung zuerst bei den Ökonomen, die der Politik einen Weg aus dem Kapitalismus vorgeben sollten. Einig waren sich die Beiden aber darin, dass diese Transformation – wie auch immer sie aussehen mag – nicht ruhig und friedlich ablaufen wird. Auch nach der Diskussionsrunde nutzten viele Interessierte die Gelegenheit persönlich mit der Referentin ins Gespräch zu kommen, die sich viel Zeit nahm. Der Vortrag wurde auf Video aufgezeichnet und kann hier abgerufen werden.

Text: Katharina Koppenhöfer


Wolfgang Abler - CarboCert GmbH

Nachhaltiger Humusaufbau als Schlüsselfunktion für das Klima,
die Bodenfruchtbarkeit und die Gesundheit


Wenn die Fruchtbarkeit des Bodens durch eine humusabbauende Bewirtschaf-tung abnimmt, gewinnen Pflanzenschädlinge die Oberhand, und die Gesund-heit von Tier und Mensch lässt nach. Fortgesetzter Einsatz von Agrarchemie führt zu einem Absinken der Bodenfruchtbarkeit und der Qualität der Erzeugnisse. Humusabbau bedeutet aber auch zusätzlich das Freisetzen von CO2 und Stickstoff. Dies beschleunigt wiederum den Klimawandel. Humusaufbau hinge-gen ist die Chance des 21. Jahrhunderts für eine nachhaltige Sicherung des Bodens, des Klimas und die Sicherung einer gesunden Ernährung.

Der Vortrag von Herrn Abler stellte die Zusammenhänge zwischen Humus, nachhaltiger Bodenfruchtbarkeit, Gesundheit und dem Klimawandel dar und mögliche Lösungsansätze für einen aktiven Humusaufbau in unseren Böden.

Link zum Vortrag