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Ethik und Nachhaltigkeit

World Citizen School



Studierende gestalten die Welt von Morgen!

Aktives und selbstorganisiertes Lernen für Nachhaltigkeit!

Best-Practise: World Citizen School

Angeregt durch aktuelle Forschungen zu Third and Fourth Mission haben wir den Kontakt zur World Citizen School am Weltethos-Institut in Tübingen gesucht. Die Veranstaltung begann mit einer Einführung über die Synergien zwischen Nachhaltiger Entwicklung und Ethik und den Sozialen Innovationen.

Begonnen mit der Lokalen Agenda 21 in den 90 er Jahren, bildeten sich viele ehrenamtliche Bürger-Initiativen zur Umsetzung nachhaltiger Umweltschutzrichtlinien. Anfangs boomte das Interesse am Transformationsprozess Nachhaltige Entwicklung und stagnierte wieder um die Jahrtausendwende. Mit den neuen Bewegungen aus Großbritannien zur Umgestaltung der urbanen Räume durch Urban Gardening und Transition Towns wurde die Lokale Agenda 21 wiederbelebt.

In empirischen Forschungen wurde belegt, daß eine Veränderung hin zu einer nachhaltigeren Lebensweise durch das gebündelte Engagement der Gesellschaft in Form von Bürgerinitiativen und Arbeitskreisen in Kommunen erreicht werden kann. Gemäß den Theorien zur Dritten und Viertem Mission möchten wir Studierende bereits während ihrem Studium mit den Inhalten dieser Lehre vertraut machen. Eine Möglichkeit, sich diesem Prinzip während dem Studium zu nähern, ist die aktive Beteiligung an Initiativen zu gesellschafts- und umweltrelevanten Themen. In der verbesserten Selbstorganisation, der strukturierten Konzeptentwicklung und Projektplanung, dem konstruktiven Austausch mit anderen und in Synergie fördernden Veranstaltungen liegt der Schlüssel zu erfolgreichen Aktionen für Gemeinwohl.

Im Rahmen der Veranstaltung stellte Michael Wihlenda, Leiter der World Citizen School, sein bereits erfolgreich umgesetztes Best-Practise Beispiel vor. Wie Selbstorganseirtes Lernen stattfindet, wie es umgesetzt werden kann. Was die Möglichketien sind und wie man sich besser gemeinsam abstimmt. Das waren fragen, die erörtert wurden.

Michael Wihlenda, Foto: Sebastian Schock

(v. l.: Michael Wihlenda, Sandy-Cheril Manton, Christian Eisele, Tabea Schädle, Nico Kull, Ellena Schwaiger, Johannes Kuhn, Moritz Ludwig, Dennis Mager, Ferdinand Ganter, k.A., Björn Eckes, Foto: Sebastian Schock)

Anschließend nahmen zwölf Teilnehmerinnen an Workshops zu den Themen wie Aktivitäten, Projekte, Netzwerke und Terminplanung studentischer Initiativen teil und diskutierten über die Förderstrukturen, Herausforderungen und Perspektiven.

Workshop 1: Aktivitäten, Projekte, Netzwerke und Terminplanung, Foto: Sebastian Schock

In Workshop 1 trugen die Studierenden alle ihnen bereits bekannten Aktivitäten, laufende Projekte und feste Veranstaltungstermine zusammen, die von ihnen über das jahr organiseirtwerden. Dabei wurde deutlich, wie viele Feste und partys durch die Studierenden selbst veranstaltet werde und wie herausfordernd die terminierung ist. Auch seit längerem gewünschte Veranstlautngen und zusätzliche Kursangebote wurden zusammengetragen. Dabei wurde deutlcihe, dass sie dies Kapazitäten mit neuer Prioritötensetzung durchsetzen könnten. Es wurde auch deutlich, dass viele Angebote aufgrund der Auslastung durch Veranstltugnsorganisation zu kurz kommen. Der Gedanke, hier auf eine verbesserte Erreichbarkeit und gezielte Verteiler zu setzen kam auf. Auch die Überlegung in Zukunft mehr Augenmerk auf die xxx zu richten, war aufschlussreich. Sie Sstudierenden erhielten einen Überblick über ihr vielfältiges Engagement.


Workshop 2: Förderstrukturen, Herausforderungen und Perspektiven

In Workshop 2 diskutierten die bereits hochschulpolitisch sehr aktiven Studierenden über ihre Ziele bei der Umsetzung neuer Projekte und deren Hürden. Es stellte sich heraus, daß interne Konkurrenzen durch durchsetzungsstarke Personen ein Grund sind, warum Sitzungen und Besprechungen nicht immer so fruchtbar sind, wie sie durch strukturiere Gesprächsführung sein könnten. Ein weiteres „Problem“ entsteht regelmäßig bei gemeinsamen Abstimmungen und Wahlen. Hier stellte sich heraus, daß der Umgang miteinander kultivierter und sachlicher gestaltet werden sollte. Auch können persönliche Profilierungsgesten ein konstruktives Miteinander blockieren. Dies sind wichtige Erkenntnisse auf dem Weg zu einer besseren Selbstorganisation. Die immer wiederkehrenden gruppendynamischen Prozesse können bereits jetzt durch Team Building Exercises kanalisiert werden und Studierende in Ihrer Findungsphase als Entscheidungsträger von morgen unterstützen.

Zusammenfasend können wir festhalten:

Wir brauchen einen Ort (Coworking-Space), an dem

a) professionell die Vernetzung zwischen Engagierten (und der Hochschule) gewährleistet wird,
b) den Engagierten Unterstützung durch Wissensmanagement über die Studierendengenerationen hinweg geboten wird, sowie
c) Professionalisierungsworkshops für freiwilliges Engagement angeboten wird.

Das Angebot an Workshop Konzepten für diese Art von Zusatzausbildung können Studierende selbstorganisiert erlernen. Die Anleitung dazu bietet die World Citizen School indem sie Initiativen und hochschulpolitisch aktiven Studierenden in der Aufbauphase hilft sich selbst zu bilden.
Wir bedanken uns nochmals ganz herzlich bei Michael Wihlenda für seinen anregenden Impulse und den wertvollen Erfahrungsaustausch im Rahmen dieser Veranstaltung!