Hochschule Ravensburg-Weingarten | Zurück zur Startseite

Erweitert »




Gleichstellung

Aktuelles

Treffen der Beauftragten für Chancengleichheit
Viermal im Jahr treffen sich die Beauftragten für Chancengleichheit im Landkreis Ravensburg und Bodenseekreis, um sich gemeinsam über aktuelle Themen auszutauschen und voneinander zu lernen. Das Treffen im Juni fand an der Hochschule Ravensburg-Weingarten statt und wurde von Christine Lauer, Referentin für Gleichstellung und Staff Mobility, organisiert. Professorin Dr. Zerrin Harth, Prorektorin für Diversity, Weiterbildung und Studentisches Leben, begrüßte die Teilnehmerinnen und stellte ihnen die Hochschule vor. „Bei verschiedenen Projekten wie zum Beispiel dem Girls‘ Day haben wir bereits erfolgreich zusammengearbeitet und um diese Zusammenarbeit zu vertiefen, ist ein reger Austausch zwischen den Beauftragten für Chancengleichheit wichtig“, so Harth. Insgesamt waren zehn Beauftragte an der Hochschule zusammengekommen: von der PH Weingarten und der DHBW, von der Stadt Ravensburg, Stadt Friedrichshafen und dem Bodenseekreis sowie von der Agentur für Arbeit und dem ZfP.

Ein Thema der Diskussionsrunde war die Frage, warum nicht mehr Frauen MINT-Berufe ergreifen. „Viele junge Frauen trauen sich ein technisches Studium nicht zu, daher organisieren wir Kooperationen mit Schulen, um Schülerinnen für technische Studiengänge zu begeistern und sie zu ermutigen ein solches Studium zu absolvieren“, so Harth. Eine Teilnehmerin ergänzt: „Wir erleben es häufig, dass junge Frauen die Erwartungen des sozialen Umfelds erfüllen möchten und sich deshalb nicht unbedingt über die Berufsmöglichkeit in technischen Bereichen informieren.“

Helen Baur, Studentin der Sozialen Arbeit an der HRW, präsentierte im Anschluss an die Diskussionsrunde die Ergebnisse ihrer Bachelorarbeit über die „Genderkonstruktion von Frauen und Mädchen in populären Filmen und der mögliche Einfluss auf weibliche Identitätsentwicklung“. „Frauen werden in Filmen häufig stereotypisch besetzt: Zwei Beispiele sind die „Jungfrau in Nöten“, eine Prinzessin, die von der männlichen Hauptfigur gerettet wird, oder eine Actionheldin, die zwar einige männliche Charaktereigenschaften hat, aber in einem hyperfemininen Outfit dargestellt wird und am Ende häufig einem Mann verfällt“, sagt Baur. Um die Gleichberechtigung in Filmen zu beurteilen, werden zum Beispiel das Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Figuren betrachtet oder die Dialoge zwischen den weiblichen Figuren analysiert, wobei untersucht werde, wie viel und worüber die Frauen in Filmen sprechen. Geht es um Beziehungen und Männer? „Sobald das Drehbuch von einer Autorin verfasst wurde, gibt es im Film mehr tiefergreifende Dialoge zwischen den weiblichen Figuren“, so Baur.

Um mehr Identifikationsmöglichkeiten für Mädchen zu bieten, sei es wichtig, verschiedenartige und vielschichtige Frauenrollen zu schaffen, denn der Einfluss der Medien- und Filmbranche auf Kinder sei nicht zu unterschätzen. „Allerdings hängt die Bewertung eines Films natürlich auch von den eigenen Interessen und Einstellungen ab. Nicht jedem oder jeder gefällt der gleiche Film“, so Baur. Zum Abschluss des Vortrags gab es für die Teilnehmerinnen eine ausführliche Liste mit Filmempfehlungen wie zum Beispiel „Hidden Figures“ oder „Juno“. Und Christine Lauer ergänzt: „Der Mangel an Gleichberechtigung in Film und Filmgeschäft, den Helen Baur aufgezeigt hat, ist erschreckend. Umso wichtiger, dass die Hochschule ein Ort ist, an dem sich junge Frauen – durch Aneignung von Wissen, Reflexion, interkulturellen Austausch und Vorbilder – mit ihrer Rolle auseinandersetzen können.“

"bestenfalls alles". Von pittoresken Identitätskrisen und der Suche nach dem Selbst

Unter diesem Titel organisiert die AG Gender & Diversity der Internationalen Bodenseehochschule (IBH)  eine "Lesereise" mit der Schriftstellerin und Spoken-Word-Performerin Tania Witte, die auch in Weingarten Station machen wird.

Wann? Dienstag, 13. März 2018, 14 - 15.30 Uhr
Wo? Raum H002 im Hauptgebäude der Hochschule Ravensburg-Weingarten, Doggenriedstraße

"bestenfalls alles" ist der dritte Teil einer Romantrilogie, die von einer queeren Berliner Clique auf der Suche nach der eigenen Identität und der vielbeschrienen Liebe, einem Zuhause und dem Balancieren auf nicht-normativen Lebensentwürfen erzählt. Dabei führt "bestenfalls alles" zwei Protagonist*innen auf einen turbulenten Roadtrip von Berlin nach Friedrichshafen und Zürich, wo sie erkennen müssen, dass Suchen zwar spannend, Finden aber nicht immer erstrebenswert ist.

Bitte entnehmen Sie weitere Informationen dem beigefügten Flyer.

Die Lesereise wird getragen von mehreren Hochschulen im Bodenseeraum, mitfinanziert durch die Internationale Bodenseehochschule und organisiert durch deren AG Gender & Diversity. 

Alle Studierenden und Mitarbeitenden der Hochschule sowie externe Gäste sind zu dieser Veranstaltung herzlich willkommen! Der Eintritt ist kostenlos!

Kontakt:
Christine Lauer, Referentin für Gleichstellung
chr.lauer@hs-weingarten.de
Tel. 0751 501-9659

Zur Zeit sind keine Beiträge vorhanden