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Erster Weingartner BarCamp für Hochschullehrende war ein Erfolg

Digitalisierung ist, wenn ... sozialer Austausch noch wichtiger wird



Quelle: CC-BY-SA - Jochen T. Weißenrieder - HRW

 Über 30 angemeldete Besucher trafen sich zum ersten Weingartner BarCamp für Hochschullehrende. Eröffnet wurde die "Unkonferenz" von einer Podiumsdiskussion, um Besucherinnen und Besucher auf das Thema einzustimmen. Während Prof. Florian Theilmann der PH Weingarten vor überhöhten Heilsversprechungen der Technikbefürworter warnt, sieht Prof. Anja Klimsa (HRW) großes Potential der digitalen Möglichkeiten, um den Unterricht von Wissensvermittlung frei für Austausch zu kriegen - nutzt davon aber selbst noch recht wenig.

 Frau Bavo Granström der Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung der PH ist einerseits die Beziehungsarbeit und der soziale Austausch wichtig, andererseits hat sie auch selbst bereits mit E-Learning *jederzeit* und *überall* gelernt und einen Abschluss gemacht. Markus Dumschat, Mitarbeiter im Projekt "Wille" an der HRW, betont die Bedeutung einer verbindlichen Beziehung zwischen Studierenden und Lehrenden, die insbesondere in der Studieneingangsphase durch intensive Präsenzarbeit geformt wird.
Insgesamt führte der Senatsbeauftrage für Hochschuldidaktik Prof. Jörg Wendorff durch eine abwechslungsreiche Diskussion, die u. a. vom Konsens getragen wurde, dass es auch bei der Digitalisierung nicht Hop oder Top heißen kann, sondern es auf die Balance ankommt.

Im Anschluss an die Diskussion folgten zwei Sessions, bei denen in jeweils drei unterschiedlichen Gruppen Erfahrungen ausgetauscht, Themen andiskutiert und weitere Arbeitsschritte festgehalten wurden. Die Themenvielfalt reichte dabei von Videoproduktion für die Lehre, über Möglichkeiten einer selbstgebauten Dokumentenkamera (erste Bestellungen sind bei Prof. Kaufmann bereits eingegangen). Zudem wurden gesellschaftliche Themen diskutiert, wie z.B.: Inwieweit Programmieren eine Kulturtechnik sei, die bereits in der Grundschule eingeübt werden sollte? Hierbei wurde deutlich, dass vor einer Programmiertechnik das Erlernen von Medienkompetenz zwar wichtiger sei, jedoch generell die Ausbildung von analytischem Denken und dem Verstehen von Zusammenhängen für alle Disziplinen dringend fokussiert werden sollte. Das Team der Hochschuldidaktik wird in den kommenden Tagen Protokolle der jeweiligen Sessions anfertigen - sofern gegeben - und weitere Schritte einleiten.

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie facettenreich sich die Lehrenden Weingartens mit dem Thema der Digitalisierung der Lehre auseinandersetzen und erkennen lassen, dass Digitalisierung weit mehr bedeutet als Moodle & Co. Der Austausch war ein erster guter Schritt, um die zahlreichen Bemühungen zu vernetzen. Wir bleiben in jedem Fall dran!


Text: Jochen T. Weißenrieder | Irena Schreyer | Martin Preußentanz
veröffentlicht von: Hochschuldidaktik