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Think-Tank MINT Abbruchzahlen

"Think-Tank: Abbruchzahlen im MINT-Bereich senken"



Der MINT-Abbruchzahlen senken Think-Tank traf sich in Stuttgart
Quelle: https://www.gips-schuele-stiftung.de/news/#november-2018-mint-think-tank

 Universität Stuttgart - Senatsaal: Hochrangige Vertreterinnen und Vertreter von 9 baden-württembergischen Hochschulen stellen die Best-Practice Konzepte vor, um Abbruchquoten in Mint-Studiengängen zu senken. Eingeladen und somit ausgewählt hatte die Gibs-Schüle Stiftung neben selbst geförderten Projekten insbesondere solche, die auf der HD-MINT-Tagung bereits präsent waren. In kurzen Vorträgen und anschließenden Diskussionen schilderten die Akteure ihre Projekte.

Die spannend klingende Ankündigung „Think-Tank“, ein hochkarätig besetztes Teilnehmerfeld aus Prorektorinnen, Professorinnen und Vertreterinnen von Stiftungen und dem MWK weckten hohe Erwartungen. Leider verhinderte der konservative Ablauf aus Vorträgen und anschließenden, zweieinhalb Nachfragen eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Thema und ließ gleichzeitig wenig Zeit für Netzwerkarbeit.
Die Vorträge – hier der LINK zu den ABSTRACTS – waren größtenteils Wiederholungen von der HD-MINT-Tagung oder von Austauschtreffen der FeST-Projekte. Neu und spannend war die letzte Session mit drei Vorträgen zum ThemenBereich Service Learning.
Überspitz formuliert sind folgende Erkenntnisse hängen geblieben: Mehr Studierende sind bisher der einzige quantitative Beleg für überall zitierte gestiegene Heterogenität der Studierenden. Vortests sind sehr beliebt, inwieweit sie einen Mehrwert zur Abitursnote insbesondere im Fach Mathematik bringen, kann (oder will) niemand belegen. Vorkurse sind noch beliebter, aber – und hier sind sich mittlerweile zumindest die Zahlenfreude einig – bringen so gut wie gar nichts in Bezug auf leistungsschwache Studierende und Studienabbruchquoten.
Die Topmaßnahmen mit höchstem gefühltem und nachgewiesenem Wirkungsgrad bleiben die Flexibilisierung der Studieneingangsphase mit individueller Unterstützung. Für einen ganz entscheidenden Faktor des Studienerfolgs gibt es dagegen weiterhin kaum Wirkungsforschung: Die soziale und fachliche Integration. Der scheinbar neue Trend des Service-Learnings für MINT-Studierende zielt explizit auf die fachliche Integration und schafft in Kooperationsprojekten Lerngelegenheiten für Teamarbeit. Eine positive Entwicklung die das MWK mit einer aktuellen Ausschreibung gerne aufgriff.
Trotz der Wiederholung, oder vielleicht auch deswegen inspirierte die Tagung in den Details der Ausgestaltung unserer Projekte. Und da zwar nicht viel, dafür entscheidend „Genetzwerkt“ wurde, war die Reise doch ein Erfolg: Eine Vertreterin des MWK erinnerte sich nochmals selbst an den tollen Tag der Lehre, den Sie im Rahmen der Veranstaltung #Yes it’s Humboldt 2017 bei uns erleben durfte. Wir hoffen, das beeinflusst das MWK positiv bezüglich unserer laufenden Anträge.

Text: Jochen T. Weißenrieder
veröffentlicht von: Hochschuldidaktik