Hochschule Ravensburg-Weingarten | Zurück zur Startseite

Erweitert »




IAF
Institut für Angewandte Forschung

Projekte

Intelligenter Rollator für die stationäre pflege (RABE)
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Quelle: https://www.bmbf.de/

Speziell für die stationäre Langzeitpflege soll ein intelligenter Rollator entwickelt werden, welcher sowohl die Pflegekräfte entlasten, als auch den Bewohnern der Pflegeheime ein autonomeres Leben ermöglichen soll. Durch einen eingebauten Elektromotor unterstützt der RABE-Rollator das Bewältigen längerer Strecken, Überwinden von Gefällen und erleichtert den Transport von Zuladung. Mittels entsprechender Sensorik und der Fähigkeit zur Navigation soll der Rollator darüber hinaus auch autonom kurze Strecken zurücklegen können. Zum Beispiel kann der Rollator nachts, oder wenn sein Benutzer beim Essen ist, eine Parkposition aufsuchen. Auch kann er seinen Benutzer an bestimmte vordefinierte Orte führen.

Für Parkinson-Patienten ist darüber hinaus die Einblendung auf den Boden projizierter Linien implementiert, welche das Überwinden von Gehblockaden erleichtern.

Durch Analyse von Anomalien im Gangmuster des Benutzers kann der Rollator erkennen, wann sich die allgemeine physiologische Verfassung verändert, um so z.B. Stürzen vorzubeugen oder das Pflegepersonal zu benachrichtigen. Da das Gangmuster sich von Person zu Person stark unterscheiden kann, werden maschinelle Lernverfahren eingesetzt, mit deren Hilfe der Rollator ein Modell für das Gangmuster des Benutzers erlernt.






Projektdetails:

Projektyp:Nationale Forschung
Projektleitung:Winter, Maik Hans-Joachim Prof. Dr. rer. Cur.

Ertel, Wolfgang Prof. Dr. rer. nat
Einrichtungen:Institut für Angewandte Forschung (IAF)
Angewandte Sozial- und Gesundheitsforschung
Mittelgeber:Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektlauftzeit:01.10.2017 - 30.09.2010
Bewilligte Mittel:858.720,00€
Links:Weitere Details zu RABE
Projektstatus:laufend
  



 

IBH Living Lab "Active & Assisted Living"; Abbau von AALBarrieren

Quelle: http://www.bodenseehochschule.org/ibh-labs/ibh-lab-aal/

 

Eine Beeinträchtigung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen kann lebenslang bestehen, durch einen Unglückfall oder erst durch den Alterungsprozess auftreten. Zur Überwindung der daraus resultierenden Alltagshürden müssen zum Teil hohe Aufwände von den Betroffenen und der Volkswirtschaft getätigt werden. Der demografische Wandel in Richtung einer rapiden doppelten Alterung der Gesellschaft (immer mehr Menschen werden immer älter) verschärft die Situation. Damit geht in der Vierländerregion Bodensee der Bedarf einher, durch umgebungsunterstützte Technologien die Lebensqualität von älteren Menschen mit potentiell steigendem Hilfsbedarf und von Menschen mit existierendem Assistenzbedarf zu steigern und den regionalen Sozial- und Wirtschaftsraum attraktiv zu gestalten. Das damit verknüpfte Versorgungskonzept „Active & Assisted Living“ (AAL) ist in den letzten Jahren zu einem bestimmenden Faktor für die wissenschaftliche und marktorientierte Forschungslandschaft geworden. Die Expertengruppe, die das europäische AAL-Programm von 2008-2013 evaluierte, bescheinigte diesem Konzept zwar gute Fortschritte im Bereich der Forschung, Entwicklung und Innovation, stellte aber auch fest, dass die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen sowie eine breite Marktdurchdringung noch auf sich warten lassen. Dieses Projekt will sich der Herausforderung stellen, die AALTechnologien und die angeschlossenen humanen Hilfsdienste (TechnikService Kombinationen) in der Bodenseeregion grenzüberschreitend und im Einklang mit den länderspezifischen Versorgungssystemen und technischen Standards einer nachhaltigen Nutzung zuzuführen.

Zu diesem Zweck haben sich 12 Hochschulen und 21 Praxispartner aus der Bodenseeregion zusammengeschlossen, um ein stabiles, interdisziplinäres Forschungsnetzwerk zu bilden, das die Benutzer-, Technik-, Netzwerk- und Marktbarrieren für AAL-Lösungen ermittelt und analysiert sowie gezielte Maßnahmen zum nachhaltigen Abbau der AAL-Barrieren entwickelt, vorbereitet und teilweise realisiert. Dies erfolgt zunächst in einem Rahmenprojekt, welches sich über knapp vier Jahre erstreckt und möglichst das gesamte Netzwerk einbindet. Innerhalb dieses Zeitraums werden schließlich Vertiefungsprojekte aufgesetzt, in welchen kleinere Forschungsgruppen einige ausgewählte Problemstellungen zu den ermittelten AAL-Barrieren weiterführend behandeln und die entsprechenden Maßnahmen realisieren. Das Lab Management wird mit Unterstützung eines externen Beratungsgremiums (Beirat) das Forschungsnetzwerk pflegen, alle Einzelprojekte und die Dissemination der Forschungsergebnisse (Publikationen, Vorträge, Veranstaltungen) koordinieren sowie die Nachhaltigkeit des grenzüberschreitenden Forschungsverbunds durch ein facheinschlägiges Geschäftsmodell sichern.

Das „Living Lab” Konzept zielt auf den realen Einsatz der AAL-Lösungen in der Praxis ab, um den komplexen Herausforderungen des demografischen Wandels für eine anhaltend positive Entwicklung des Wissens-, Bildungs-, Wirtschafts- und Lebensraumes Bodensee gerecht zu werden. Das Ziel der Bemühungen ist es, das Eintreten von Assistenzbedarf bei älteren Menschen so lange wie möglich zu verzögern, bei eintretenden oder eingetretenen Einschränkungen die Zunahme des Unterstützungsbedarfs so lange wie möglich zu verhindern und den durch die Einschränkung bedingten teilweisen oder gar gänzlichen Ausschluss vom gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben so gut wie möglich rückgängig zu machen.








Projektdetails:

Projekttyp:Nationale Forschung
Projektleitung:Winter, Maik Hans-Joachim Prof. Dr. rer. Cur.
Einrichtungen:Institut für Angewandte Forschung
Angewandte Sozial- und Gesundheitsforschung
Projektpartner:Hochschule Furtwangen
FH Vorarlberg
Mittelgeber:IBH / Interreg
Projektlaufzeit:01.11.2016 - 31.12.2020
Bewilligte Mittel:22.929,56 €
 
Links:Weitere Details zu IBH Living Lab
Projektstatus:laufend