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Institut für Künstliche Intelligenz

Auszeichnungen

Prof. Dr. Wolfgang Ertel erhielt 3. Platz beim Gips-Schüle-Forschungspreis 2013

Professor Wolfgang Ertel
Quelle: Quelle: Ute Nagel

Der Gips-Schüle-Forschungspreis würdigt herausragende Leistungen angewandter Forschung im Bereich „Mensch und Technik“.

Professor Dr. Wolfgang Ertel von der Hochschule Ravensburg-Weingarten hat zwar nicht den ersten Preis gewonnen, ist aber mit seinem Diagnose-Algorithmus für pneumatische Anlagen auf einem beachtlichen dritten Rang gelandet.

Ertel gehört damit zu den Top Forschern an privaten oder öffentlichen Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg und Bayern. Entwickelt wurde der Algorithmus in Zusammenarbeit mit Maschinenbauern und Elektrotechnikern bei dem weltweit führenden Anbieter von Automatisierungstechnik Festo.

Im Rahmen eines Fortbildungssemesters hat der Professor der Angewandten Informatik sich in Berkheim mit der „Lernfähigen Diagnose von pneumatischen Anlagen im laufenden Betrieb“ befasst. „Als Produktentwickler mit einem Wissenschaftler an einer konkreten Fragestellung zusammen zu arbeiten war sehr bereichernd. Aus dem fachlichen Austausch eines Forschungssemesters entstand ein sehr gutes und greifbares Ergebnis“, berichtet Matthias Finkbeiner, Leiter Development Positioning Drives.

Ziel des Ertelschen Projektes war es, anhand kontinuierlicher Messung des Druckluft-Durchflussprofils einer pneumatischen Anlage Veränderungen im Verbrauch sowie Unregelmäßigkeiten bis hin zu fehlerhaftem Verhalten zu erkennen. Damit ist es künftig möglich, früh zu reagieren und Geld zu sparen – und dies nicht nur bei einem Totalausfall. „Mein Thema“, erläutert Wolfgang Ertel, „muss im Rahmen der Energieeffizienz gesehen werden. Hohe Energiepreise, steigender Kostendruck und zunehmendes Bewusstsein für den Klimaschutz machen die Einsparung von Energie zu einer unternehmerischen Kernaufgabe.“

„Für solch ein Diagnosemodul“, erläutert Wolfgang Ertel, „bieten sich maschinelle Lernverfahren an“ – wie sie an Ertels Institut für Künstliche Intelligenz an Robotern an der Hochschule Ravensburg-Weingarten entwickelt wurden. Es mutet wie aus einem Science Fiction an, doch die Roboter made in Weingarten sind bereits in der Lage autonom, also selbstständig, zu lernen.

Der Diagnose-Algorithmus ist in der Lage, in einer Einlernphase von etwa einem Tag die Anlage „kennenzulernen“, um dann Abweichungen vom Normalbetrieb als Fehler zu klassifizieren. Mit Hilfe von maschinellen Lernverfahren erfasst die künstliche Intelligenz des Moduls ähnlich wie die Weingartener Roboter Abweichungen vom typischen Muster der Durchflusskurve und diagnostiziert diese.

Die in diesem Projekt entwickelte Lösung“, sagt Wolfgang Ertel, „ist aufgrund ihrer universellen Anwendbarkeit und der sehr einfachen Sensorik auf viele andere technische und nicht technische Diagnoseaufgaben anwendbar. Das Innovationspotential könnte beispielsweise bei einer automatischen Selbstdiagnose von Haushaltsgeräten, Elektromotoren und Ottomotoren genutzt werden. Auch zur medizinischen Diagnose oder für die Überwachung der Sicherheit von Häusern und Wohnungen wäre es in abgewandelter Form anwendbar. Der gesellschaftliche Nutzen dieser Arbeit, der den drohenden Ausfall von Systemen erkennt, bevor dieser Ausfall tatsächlich eintritt, liegt, so Ertel, „auf der Hand, und auch der Anwendungsbezug ist offensichtlich“.

Text: Tove Simpfendörfer


Richard Cubek erhielt den Bodensee-Innovationspreis 2012

Ein Beleg des Erfolgskurses: Richard Cubek (rechts) von der Hochschule Ravensburg-Weingarten sichert sich den Bodensee-Innovationspreis.
Quelle: privat

Richard Cubek von der Hochschule Ravensburg-Weingarten hat beim Bodensee-Innovationspreis 2012 den ersten Platz belegt. Der zweite und dritte Platz gingen an Absolventen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) Wädenswil und der Hochschule Konstanz. Die Preisausschreibung richtet sich an Absolventen von insgesamt acht Hochschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die Verleihung des mit insgesamt 15.000 Schweizer Franken dotierten Preises fand in feierlichem Rahmen in der Autobau Erlebniswelt in Romanshorn statt. Mit dabei waren zahlreiche Gäste aus Wirtschaft und Politik. Alleine Sieger Cubek durfte sich über ein Preisgeld in Höhe von 7.500 Franken freuen.

Richard Cubek ist mittlerweile wissenschaftlicher Mitarbeiter in Weingarten, überzeugte die achtköpfige Jury mit seiner Master Thesis mit dem Titel „Robot Learning from Demonstration on a Higher Abstraction Level“. Hierbei entwickelte er ein Verfahren, das es Robotern ermöglicht, durch Menschen demonstrierte Handlungen auf höherer Abstraktionsebene zu verstehen und diese in völlig neuen Situationen selbst wiederzugeben. Damit können Roboter von Menschen lernen, beispielsweise einen Tisch zu decken oder Objekte in Behälter zu sortieren.

Die genaue Rangfolge der Gewinner sei bis zum Abend der Verleihung streng geheim gehalten worden, berichtet der frisch gekrönte Preisträger aus Weingarten. Er war nach eigener Aussage zunächst froh, es überhaupt unter die letzten Drei geschafft zu haben. Umso glücklicher sei er dann nach der Bekanntgabe gewesen, sagt der frisch gebackene Absolvent.

„Der Preis ist mir persönlich sehr wichtig, aber er ist auch wichtig für die Hochschule Ravensburg-Weingarten. Schon oft haben angehende Ingenieure aus Weingarten Preise gewonnen, was zeigt dass Studenten bei uns an neuen, interessanten und innovativen Ideen arbeiten können“, berichtet Richard Cubek, der seinen Master in Informatik machte.

Dr. Wolfgang Ertel, betreuender Professor aus der Fakultät Elektrotechnik und Informatik, pflichtet ihm bei: „Die im Rahmen der Arbeit entstandenen wissenschaftlichen Publikationen sind ein Beleg für die Qualität der Ausbildung und Forschung an der Weingartner Hochschule. Dies ist auch an unserer wachsenden Anzahl von Doktoranden zu erkennen.“

Text: Thomas Schlichte




Wie ein Roboter laufen lernt

Diplomarbeit von Markus Schneider gewinnt den Informatikpreis 2008

Ein schrilles Piepsen ertönt, als der vierbeinige Roboter langsam zum Leben erwacht. Zunächst noch unkoordiniert, doch nach kurzer Zeit immer sicherer, bewegt er sich vorwärts. Markus Schneider, Student der Hochschule Ravensburg-Weingarten, hat den selbstständig lernenden Laufroboter im Rahmen seiner Diplomarbeit entwickelt und erhielt dafür den Informatikpreis 2008 für Technische Informatik, mit dem die bundesweit beste Arbeit auf diesem Gebiet ausgezeichnet wird. [...]

Link zum ganzen Artikel von Christine Gehringer




Prof. Dr. Wolfgang Ertel erhielt den Landeslehrpreis 2006

Landeslehrpreis 2006 wurde heute an der Hochschule Offenburg verliehen
Diplom-Kauffrau Andrea Scheeff Marketing und Kommunikation
Hochschule Offenburg, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Medien

Preisträger der Hochschule Offenburg ist Professor Karl Maisch

Gengenbach, 27. Oktober 2006. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg vergab in diesem Jahr erneut den Landeslehrpreis für herausragende Leistungen in der Lehre. Der Landeslehrpreis wurde u.a. an Prof. Karl Maisch verliehen, der den Bachelor- und Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Offenburg leitet.
Bereits seit 1996 fördert und honoriert Baden-Württemberg Top-Leistungen in der Lehre an den Hochschulen. Als wichtiger Anreiz hat sich dabei der Landeslehrpreis erwiesen, der bundesweit seinesgleichen sucht. "Qualitätvolle akademische Lehre ist für das Ansehen einer Hochschule von größter Bedeutung. Sie ist die Grundlage für einen hervorragenden wissenschaftlichen Nachwuchs, ohne den exzellente Forschung undenkbar ist", so Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg. [...]

Link zur ganzen Pressemitteilung