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Formula Student Team: Die „Nummer 41" verlässt die Garage

Benjamin Haller lässt es bei Rennwagen-Testfahrt krachen




An diesem Mittwochmittag lacht die Sonne, der Himmel ist strahlend blau, ganz vereinzelt ziehen Wolken langsam vorüber. Auf dem Welfencampus der Hochschule Ravensburg-Weingarten ist es still, nur ein paar Vögel zwitschern in den herrlich grünen Baumwipfeln. Es ist kurz vor 13 Uhr, jeden Moment sind die Vorlesungen in der Leibnizstraße 9 zu Ende. Vor dem Gebäude bieten ein paar Studenten heiße Würstchen und kalte Getränke an – dem Betrachter sticht plötzlich ein gelbes Absperrband ins Auge.

Auf dem Asphalt stehen grüne, orangefarbene und gelbe Hütchen. Vor dem Hallentor steht vor einem Banner des Hauptsponsors Tognum eine Traube junger Männer mit schwarzen T-Shirts, dazwischen sticht einer von ihnen mit einem blau-weißen Rennoverall hervor. Es ist Benjamin Haller, der an der Hochschule Ravensburg-Weingarten Maschinenbau studiert und Mitglied des „Formula Student Teams Weingarten“ ist. Hinter Haller taucht ein kleiner schicker Rennwagen mit der „Nummer 41“ auf, silberfarben mit violetten Streifen sowie ein paar Sponsorenlogos.

Keine fünf Minuten später hört man nichts mehr zwitschern, der schimmernde Asphalt bebt. Der weiße Helm ist alles, was man noch von Benjamin sieht als er mit dem Fahrzeug ein paar Testrunden dreht. Es ist schnell, wendig und verdammt laut. Ein kleiner Dreher zwischen den Hütchen darf nicht fehlen, die Zuschauer hinter dem Absperrband spenden Applaus. „Ich musste mir das Gefühl fürs Fahren aneignen“, erklärt Benjamin Haller. „Ich habe seit dem vorigen Jahr über 15 Stunden in diesem Auto verbracht.“

Und es werden sicherlich noch viel mehr werden – dann aber mit dem neuen Modell, das noch in der Fertigung ist – schließlich wollen Benjamin und seine 29 Mitstreiter vom „Formula Student Teams Weingarten“ auf den Pisten in Hockenheim und Italien mit dem 248,8 Kilogramm leichten, aber 94 PS starken Rennwagen wieder für Furore sorgen. Warum ausgerechnet Benjamin hinter das Lenkrad darf? Ja, dafür hat der Hobbyrennfahrer eine einfache Erklärung parat: „Ich bin klein genug, um in das Fahrzeug zu passen und dass ich sehr leicht bin, hilft weiter.“ Hoffentlich wird der neue Flitzer dann nur als klein, aber nicht als zu leicht befunden.

Text: Thomas Schlichte
Foto: FST



veröffentlicht von: Öffentlichkeitsarbeit