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Vom Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik entwickelt:

„Virtuelle Kundenkarte" für die Bierkulturstadt Ehingen



Rolf Koch (Stadtmarketing Ehingen), Michael Miller (Schwanen Brauerei), Roger Zapata, Jörn Kuppe, Prof. Dr. Wolfram Höpken, Dominik Schorpp, Gerhard Höll und Philipp Deubele (v.l.n.r.) in der Schwanen Brauerei in Ehingen.
Quelle: Hochschule

Kundenkarten (z.B. Payback-Systeme) sind derzeit ein beliebtes Mittel zur Kundenbindung. Bisherige Kundenkarten kommen zumeist in Form von Plastikkarten zum Einsatz. Kundenkarten dienen hierbei der Erhöhung der Kundenbindung von Stammkunden, sowie der Neukundengewinnung. Nachteile dieser Systeme sind die teure Anschaffung der Lesegeräte und Karten, welche sich kleine Händler meist nicht leisten können. Weiterhin ist die Vielzahl der Karten oft lästig für die Kunden, weshalb sie kaum neue Karten annehmen. Hier schafft die von Studenten des Masterstudiengangs Wirtschaftsinformatik entwickelte „virtuelle Kundenkarte“ Abhilfe.

Die „virtuelle Kundenkarte“ ist eine Möglichkeit, die derzeit vorherrschenden Plastikkarten zu ersetzen. Anstelle einer platzraubenden und teuren Karte bekommt jeder Kunde eine „virtuelle Kundenkarte“ in Form eines modernen 2D-Codes (QuickResponse-Code, kurz QR-Code) auf sein Handy bereitgestellt. Dieser Code übernimmt nun alle Funktionen die auch eine Plastikkarte bietet, ist dabei aber günstiger in der Vermarktung sowie auch nützlich für kleinere Händler, da keine teuren Lesegeräte beschafft werden müssen. Anstatt an der Kasse eines Bonuspartners eine Plastikkarte zu zücken, kann der Kunde die „virtuelle Kundenkarte“ vorzeigen. Hierzu speichert der Kunde einfach den QR-Code auf seinem Handy und zeigt diesen beim Händler vor. Der Händler (Bonuspartner) scannt seinerseits die „virtuelle Kundenkarte“ mit seinem eigenen Smartphone ab und verbucht somit die erworbenen Punkte oder Gutscheine im System.
Die technischen Vorteile der „virtuellen Kundenkarten“ liegen in ihrem einfachen Aufbau. Ein QR-Code gewährleistet eine einfache und äußerst zuverlässige Lesbarkeit. Anstelle teurer Lesegeräte können handelsübliche Smartphones genutzt werden. Die Herstellung der Plastikkarten entfällt somit gänzlich und es entstehen nur geringe Kosten für die Händler. Weiterhin ist die „virtuelle Kundenkarte“ platzsparend und leicht auffindbar (fast jeder hat sein Handy immer dabei!).
Erprobt wird die virtuelle Kundenkarte derzeit in der Bierkulturstadt Ehingen (www.qr-vcard.de). Die fünf Brauereien des Ortes, Gaststätten, Biergärten und der Einzelhandel nutzen bereits die Vorzüge der virtuellen Kundenkarte und bieten ihren Kunden attraktive Vorteile und Rabatte.


Text: Prof. Dr. Wolfram Höpken
veröffentlicht von: Öffentlichkeitsarbeit