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Von Zeppelin Jugendstiftung ausgezeichnet

Bis zum Urknall zurückhören



Preisträger Jan Schorer mit (von rechts) Rektor Professor Thomas Spägele, seinem betreuenden Professor Klaus Kark und Dekan Professor Ekkehard Löhmann..
Quelle: Schorer

Einen Preis der Zeppelin Jugendstiftung „JUST!“ hat ein Absolvent der Hochschule Ravensburg-Weingarten gewonnen. Jan Schorer wurde für seine Masterarbeit der Elektrotechnik ausgezeichnet und nahm den Preis aus den Händen des Konzernchefs der ZEPPELIN GmbH, Peter Gerstmann, entgegen. Konstruiert hatte er eine radioastronomische Antenne zum Empfang elektromagnetischer Wellen.

Schorers Erkenntnisse könnten in der Zukunft helfen, bis zum Urknall zurückzuhören. Mit seiner Erfindung, einer neuartigen Antenne, hat er Physikern und Astronomen, so der Preisträger, „ein Werkzeug an die Hand gegeben, um Verständnisse über unser Weltall zu erlangen“. Die Schorer-Antenne könnte künftig in Teleskopen zur Weltraumbeobachtung eingebaut werden. Teleskope sammeln und bündeln elektromagnetische Wellen, um auch weit entfernte Objekte und Vorgänge im Weltall besser beobachten zu können.

Die Auswirkungen der Schorerschen Erfindung machte Laudator Sebastian Brugger, Project Manager Corporate Development, der ZEPPELIN Systems GmbH verständlich. Verglichen mit einer simplen Radioantenne leistet die Schorer-Antenne viel mehr. Geeignet für den breitbandigen Anwendungsbereich deckt sie einen 350mal höheren Frequenzbereich ab. Darüber hinaus hat die Idee des Preistägers laut Brugger „unglaubliche wirtschaftliche Vorteile“. Denn künftig kann die Schorer-Antenne vier oder fünf herkömmliche Antennen ersetzen. Wenn diese Idee umgesetzt würde, könnte die Erfindung des Weingartener Absolventen helfen, tief in das Weltall hineinzuhorchen und den Beginn der Erde zu verstehen.

Jan Schorer hat einen Teil seiner Masterarbeit an einer Partnereinrichtung der Hochschule Ravensburg-Weingarten, der University of Victoria in Kanada, verbracht. Der von ihm entwickelte Prototyp soll einmal einen Radioteleskop-Empfänger speisen, der am „NRC Herzberg Intitute of Astrophysics“ in Kanada entwickelt wird. Betreut wurde seine Arbeit von den Weingartener Professoren, Professor Dr. Klaus Kark und Professor Dr.Siegfried Osterrieder. Nach Kanada wird Schorer zurückkehren. Betreut vom dortigen Professor Dr. Jens Bornemann wird er drei Jahre lang weiter im Bereich Hochfrequenztechnik forschen und darüber auch seine Doktorarbeit schreiben. Weitere Infos unter: www.just-zeppelin.de

Text: Tove Simpfendörfer
veröffentlicht von: Öffentlichkeitsarbeit