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2011

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Jordanierin ist begeistert von deutscher Organisation


Alia bedeutet in arabischer Sprache „Hoheit“. Der Name scheint perfekt zu der 28-jährigen Jordanierin zu passen. Alles, was sich Alia Salah vornimmt, gelingt. Seit 2009 studiert sie im Masterstudiengang Mechatronics an der Hochschule Ravensburg-Weingarten. In der Schule in Amman war ihr bereits klar, dass sie einen technischen Studiengang belegen will. Schließlich wurde sie an der Hashemite University für den Bachelorstudiengang Mechatronical Engineering angenommen, nicht zuletzt wegen ihrer guten Noten.



„Mit mir haben wir fünf angehende Ingenieure in der Familie“, erzählt die Mechatronics-Studentin. Darauf ist ihr Vater besonders stolz, der in jungen Jahren selbst gerne diese Laufbahn eingeschlagen hätte. „Meine Uni liegt mitten in der Wüste, weit außerhalb der Stadt Zarqa“, berichtet die 28-Jährige. Das Gebiet befindet sich im Aufschwung, große Unternehmen aus der Industrie bauen dort. „Studierende von der Uni sind bei diesen Firmen sehr gefragt“, ergänzt sie.

Die Liebe führte Alia Salah nach Deutschland. Sie arbeitete als wissenschaftliche Assistentin an der Universität und lernte dort ihren Mann Omar Abu Mohareb kennen, der ebenfalls Mechatronical Engineering studierte. Wenige Monate nach der Hochzeit stand fest, dass er an der Universität in Stuttgart als „Postdoc“ anfangen würde. „Für ihn war es eine große Chance an einem deutschen Institut in der Forschung zu arbeiten“, sagt die Jordanierin.

Ein Jahr hatten sich die beiden nicht gesehen, bis Alia Salah auch nach Deutschland kam. An der Hochschule Ravensburg-Weingarten schätzt sie vor allem die Praxisnähe. „Ich bin sehr froh, dass in Deutschland studieren kann. In Jordanien wird deutsche Technik mit Fortschritt gleichgesetzt“, berichtet die Studentin.

Bereits in Jordanien bekam sie einen ersten Eindruck von der Kultur ihrer neuen Wahlheimat und belegte einen Deutschkurs. Vor allem die Organisation der Deutschen fasziniert die Mechatronics-Studentin. „Eins, zwei, drei und schon sieht man das Ergebnis“, sagt sie mit einem Lächeln. Außerdem sind die Deutschen praktisch orientiert und tragen beispielsweise während einer Zugfahrt alle wichtigen Dinge bei sich. „Das habe ich mir auch angewöhnt“, ergänzt Alia Salah. Die Studentin wohnt in Plochingen und fährt mit dem Zug täglich zwei Stunden nach Weingarten. Während dieser Zeit arbeitet sie an ihrem Laptop oder lernt.

„Hier in Deutschland habe ich neben der Uni relativ wenig Freizeit“, sagt die 28-Jährige. In Jordanien stellte die Studentin Skulpturen aus Ton, Glas oder Metall her und verkaufte sie an verschiedene Läden in der Hauptstadt Amman. „Damit konnte ich einen Teil meines Studiums finanzieren“, berichtet sie. Alia Salah möchte ihren Master in Weingarten erfolgreich beenden und später am liebsten in Jordanien und Deutschland im Forschungsbereich arbeiten. „Für mich stehen durch das Studium in Weingarten alle Chancen offen“, sagt die Mechatronics-Studentin.

Aliah Salah wurde 1982 in Kuwait City geboren. Von 2000 bis 2004 studierte sie Mechatronical Engneering an der Hashemite University in Jordanien. Seit 2009 studiert sie im Masterstudiengang Mechatronics an der Hochschule Ravensburg-Weingarten. Ihre Hobbys sind Gitarrespielen und Lesen.

Text: Lena Schmalisch




08.07.11
Students abroad in Konzepte

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