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Öffentlichkeitsarbeit
und Wissenschaftskommunikation

2011

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Mechatronics-Student aus Indonesien


Schmunzelnd denkt der Indonesier Teja Sutanto heute an seine erste Zeit in Deutschland zurück. „Es war ein richtiger Kulturschock!“, sagt der 24-jährige Mechatronics-Student und meint unter anderem die direkte Art der Deutschen.

Der Chef des Warsteiner Betriebes „Infineon“, in dem er ein Praktikum absolvierte, sprach Lob und Kritik offen aus. Auch von Teja Sutanto wurde Offenheit und Eigeninitiative zum Beispiel in Sachen Urlaubsplanung erwartet: „In Indonesien wäre es unhöflich, seinen Chef direkt nach Urlaub zu fragen. In Deutschland ist das völlig normal, daran musste ich mich erst gewöhnen“.



2009 entscheidet sich Teja Sutanto dafür, sein Studium ebenfalls in Deutschland weiter zu führen. Zwischen fünf deutschen Hochschulen entschied er sich für die Hochschule Ravensburg-Weingarten. „Diese Hochschule bietet die besten Möglichkeiten für mich“, war sich der Indonesier sicher. „Außerdem hat mich begeistert, dass das Mechatronics-Sekretariat sofort auf meine E-Mails antwortete.“ Neben den Studieninhalten und der guten Organisation für internationale Studierende gefiel dem Mechatronics-Student auch die Nähe zu Österreich, der Schweiz und Frankreich. Nach Abschluss seines Studiums möchte er noch drei bis vier Jahre Arbeitserfahrung in Deutschland sammeln, bevor er in seine Heimat zurückkehrt. Der Indonesier stammt aus Yogyakarta, einer Stadt im Zentrum der Insel Java.

Erste Deutschkenntnisse hatte Teja Sutanto bereits während seines Mechatronics-Studiums an der Swiss German University in Tangerang auf Java erworben. Im Gegensatz zu Deutschland bietet Indonesien eine enorme Sprachenvielfalt. Mehr als 1.000 Sprachen und Dialekte werden auf den etwa 6.000 bewohnten Inseln gesprochen. Das erklärt den hohen Stellenwert, den Englisch als Kommunikations- und Handelssprache im täglichen Leben der Indonesier einnimmt.

Sowohl auf Java als auch in Deutschland geht der Student gerne in die Natur. Bergwandern, Rad fahren, ein gemütlicher Stadtbummel, zum Beispiel durch seine deutsche Lieblingsstadt Heidelberg, machen ihm großen Spaß. Über die Maßen begeistert ist der 24-Jährige von der Architektur deutscher Städte, nicht zuletzt wegen seiner Eltern, die als Bauingenieure tätig sind.

Einige Klischees über die Deutschen haben sich für Teja Sutanto bestätigt. Dazu fällt ihm neben der Pünktlichkeit auch die Arbeitshaltung der Deutschen ein, die von sich und anderen hohe Leistungen fordert. Außerdem mag der Student die Tradition, Geburtstagsgeschenke nicht nur an die Kinder zu verteilen, sondern an alle Altersgruppen. „In Indonesien ist es üblich, dass Jugendliche nicht mehr beschenkt werden“, ergänzt er. Auch die deutsche Küche begeistert ihn, gerne isst er Schnitzel. Inzwischen hat sich Teja Sutanto bestens eingelebt und ist zu einem leidenschaftlichen Biertrinker geworden: „In Deutschland gibt es halt einfach das beste Bier!“.

Teja Sutanto wurde 1986 in Yogyakarta auf der Insel Java geboren. Bevor er an der Hochschule Ravensburg-Weingarten im Masterstudiengang Mechatronics studierte, absolvierte er den Bachelor in Mechatronics an der Swiss German University in Indonesien. Seine Hobbys sind Wandern, Badminton- und Tennisspielen.

Text: Anna-Lena Ponath




08.07.11
Students abroad in Konzepte

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