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2017

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Serhat Hatip verbrachte ein Auslandssemester in Kanada


Es ist der 29. Dezember 2015. Als Serhat Hatip im Studentenwohnheim im kanadischen Winnipeg ankommt, wird er sofort herzlich von seinen Mitbewohnern aus der ganzen Welt begrüßt. Zwei Tage später feiern sie alle zusammen Silvester. Damit fängt für den 22-jährigen Maschinenbaustudenten der Hochschule Ravensburg-Weingarten nicht nur das neue Jahr 2016 an, sondern auch seine Studienzeit an der University of Manitoba.

„Eigentlich wollte ich nach Kanada, um die Kanadier und das Land kennen zu lernen. Im Endeffekt habe ich Kanadier, Kubaner, Iraner, Amerikaner, Pakistani, Franzosen, Vietnamesen, Chinesen und so viel mehr Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt“, erzählt Serhat nur wenige Wochen nach seiner Rückkehr nach Deutschland. Voller Begeisterung berichtet er von seiner Zeit in Kanada. Von einem Land, in dem viele verschiedene Nationen zusammenleben. Von Vancouver („Ich habe mich echt in die Stadt verliebt“), der Metropole, die trotz ihrer mehr als einer halben Millionen Einwohner familiär und freundlich wirkt, und ihn aus diesem Grund wie keine zweite Großstadt beeindruckt hat. Vom kanadischen Winter, der mit Temperaturen um die minus 36 Grad Celsius manchmal eisig kalt war. Und von den teils ungewöhnlichen Geschmäckern der Kanadier: „Poutin ist ein kanadisches Gericht, bei dem Pommes mit Käse überbacken und dazu Bratensoße serviert wird“, erzählt der 22-Jährige, der noch immer wie elektrisiert von den Erlebnissen der vergangenen Monate wirkt, und lacht.





Etwas ganz Neues war für den Friedrichshafener auch die Universität in Winnipeg, einer Stadt mit in etwa so vielen Einwohnern wie Stuttgart: „Der Campus hat einen eigenen Friseur, einen Arzt, zahlreiche Restaurants, mehrere Bibliotheken und einen kleinen Supermarkt. Ist also fast schon vergleichbar mit einer kleinen Stadt“, erzählt der Maschinenbaustudent. Auch seine Prüfungsleistungen musste Serhat anders ablegen als gewohnt, denn: An der kanadischen Universität gibt es nicht nur eine Abschlussprüfung, sondern viele Hausaufgaben, Präsentationen und einen Mid-Term, eine Art Halbzeittest nach der Hälfte des Semesters. Gemeinsamkeiten zwischen der kanadischen Universität und der deutschen Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat Serhat aber trotzdem festgestellt. „Der Studiengang Maschinenbau ist für Uni-Verhältnisse relativ klein, deshalb kennen auch in Winnipeg die Professoren ihre Studentinnen und Studenten.“
Das Auslandssemester des 22-Jährigen spielte sich aber nicht nur an der Uni ab. Abseits von Vorlesungen und Seminaren verbrachte Serhat viel Zeit mit seinen internationalen Mitbewohnern, so erzählt er. Da durfte eine Sightseeing-Tour an die Niagara-Fälle natürlich nicht fehlen. „Die Freundschaften, die ich dort geschlossen habe, haben mich definitiv geprägt. Meine Kumpels im Studentenwohnheim waren wie eine zweite Familie für mich“, so Serhat. Generell seien die Menschen in Kanada viel offener als in Deutschland – allerdings seien die zwischenmenschlichen Beziehungen auch „oberflächlicher und weniger intensiv“.

Trotz der vielen beeindruckenden Erlebnisse, ist es für ihn ein „schönes Gefühl“ zurück am Bodensee zu sein. „Ich finde es toll, dass ich hier wieder bekannte Gesichter sehe.“ Und bei all den positiven Erfahrungen in seinem Auslandssemester, hat er sich auf eine Sache in Deutschland wieder besonders gefreut: „In Kanada gibt es keine Backwaren wie es bei uns üblich ist, sondern viel Weißbrot und Muffins. Ein richtiges Frühstück, das habe ich echt vermisst.“




31.01.17
Students abroad in Konzepte
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